"To End All Wars" erzählt die Story einer Handvoll in japanische Kriegsgefangenschaft geratener schottischer Soldaten. Gezwungen eine Bahnlinie zu bauen und der komplett, kulturbedingt andersartigen Lagerleitung unterworfen, suchen Teile der Insassen ihr Heil in Fluchtplänen, andere wiederum versuchen sich durch Lernen abzulenken bzw. den Lageralltag erträglich zu gestalten bis das Ende des zweiten Weltkrieges eintritt.
Die Story erscheint dem Zuschauer auf den ersten Blick wie eine Art Brücke am Kwai meets Club der Dichter-Mischung, doch im Verlauf des Filmes ändert sich dieser Eindruck doch etwas.
Während die erste Hälfte des Filmes mit einigen Längen der Einführung der Story gewidmet wurde, wurde in der zweiten Hälfte versucht vermehrt auf den menschlich-psychologischen Aspekt der Situation einzugehen, was dem Film durchaus zur Ehre gereicht, aber mich persönlich nicht überzeugt hat.
Angefangen bei den klischeehaften Japanern und den Lagerzuständen verliert sich der Film irgendwo zwischen der Kritik am Krieg ansich und den Zuständen in Kriegsgefangenenlagern allgemein.
Auch wenn die darstellerischen Leistungen, teilweise auch drehbuchbedingt zu wünschen übriglassen sei hier noch Robert Carlysle erwähnt der, wenn auch durch die Schwächen des Drehbuchs stark gehandikappt, seiner Figur des Majors wenigstens etwas Tiefe verleihen kann.
Mein Fazit: Auch wenn dieser Film in der Liste der sogenannten Antikriegsfilm nicht unbedingt zwangsläufig aufgeführt wird, bietet er doch ganz passable Unterhaltung, die durchaus auch zum Nachdenken anregt.