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Intelligenter, subtiler und vor allem ohne reißerische Action auskommender Anti-Kriegsfilm über Alliierte Gefangene in einem japanischen Kriegsgefangenenlager und den Alltag aus Misshandlungen, Freundschaft, Tod und dem Willem zum Überleben.

Jeder der auf eine realistische Darstellung des Krieges Wert legt und auf patriotisches Heldengetue verzichten kann, der ist mit diesem Film mehr als gut beraten, auch wenn es diesem doch manchmal etwas an Drive fehlt, was aber die dramatische Tiefe mit Leichtigkeit wieder ausgleicht. Ohne Übertreibung wird hier teils extrem schonungslos dargestellt wie die Männer langsam aber sicher, sowohl physisch als auch psychisch an den Misshandlungen und Schikanen ihrer Wächter zu Grunde gehen.

Ein geniales Schauspielerensemble weiß zu bewegen und mit zu reißen, verleiht der Dramatik die nötige Tiefe und trägt den Film ohne erhobenen Zeigefinger direkt in das Gewissen des Betrachters, wo er noch eine lange Zeit nach dem Betrachten herumspuken wird.

Pflichtprogramm für Fans ernsterer Filmunterhaltung, die sich auch noch länger als nur 5 Minuten mit einem Film befassen möchten...

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