kurz angerissen*
erstmals veröffentlicht: 04.07.2012
Dass Haneke exakt den gleichen Film nochmal für das tellerrandfaule US-Publikum dreht, kann man so oder so auslegen. Selbstgerechte Behauptung einer Perfektion des eigenen Ursprungswerks oder ein ironischer Kniff, das auf Remakes konditionierte Amerika zu überrumpeln? Die pragmatische Antwort lautet: "Funny Games U.S." ist letztendlich überflüssig, eine mit anderen Darstellern Schritt für Schritt nachgestellte Kopie eines an sich zwar fragwürdigen, aber immerhin diskutablen Filmes, der natürlich auch mit Naomi Watts und Tim Roth nicht kalt lässt - es sei denn, man kennt schon das Original. Dann setzt nämlich der Gewöhnungseffekt ein.
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