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Ähm, ich muss sagen, dass ich das Original noch nicht gesehen habe, weshalb ich hier nicht ganz objektiv bin. Es wurde ja überall geschrieben, dass der Film keine Wirkung bei jugendlichen Mainstreamguckern haben solle. Nun, ich habe bewußt solche ins Kino geschleppt und die waren hinterher alle sehr nachdenklich geworden und haben interessante Fragen gestellt. Unterm Strich haben sie so reagiert, wie Haneke es sich gewünscht hat — nämlich dass der Zuschauer selbst tätig wird. Mir hat der Film sehr sehr gut gefallen, und wenn er es darüber hinaus noch schafft, bei einer arthousefernen Zielgruppe solche Wirkungen zu erzielen, kann man ihn nicht hoch genug loben.
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kurz angerissen* erstmals veröffentlicht: 04.07.2012 Dass Haneke exakt den gleichen Film nochmal für das tellerrandfaule US-Publikum dreht, kann man so oder so auslegen. Selbstgerechte Behauptung einer Perfektion des eigenen Ursprungswerks oder ein ironischer Kniff, das auf Remakes konditionierte Amerika zu überrumpeln? Die pragmatische Antwort lautet: "Funny Games U.S." ist letztendlich überflüssig, eine mit anderen Darstellern Schritt für Schritt nachgestellte Kopie eines an sich zwar fragwürdigen, aber immerhin diskutablen Filmes, der natürlich auch mit Naomi Watts und Tim Roth nicht kalt lässt - es sei denn, man kennt schon das Original. Dann setzt nämlich der Gewöhnungseffekt ein. *weitere Informationen: siehe Profil
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Bloß ein weiteres - wie könnte es bei der US-Adaption eines europäischen Films inzwischen auch anders sein? - Copy-and-Paste-Remake, das seine Vorlage Einstellung für Einstellung imitiert. Sogar die Rollennamen, Kleidungen und Frisuren wurden weitgehend übernommen! Wer den Ösi-Thriller nicht kennt, der wird vielleicht das Gefühl haben, einigermaßen spannend unterhalten zu werden. Doch man muss ja immer auch alle Umstände betrachten und dann wird klar, dass da wieder nur geistlos und unkreativ Malen nach Zahlen betrieben wurde. Veramerikanisiert wurde diese Version auch höchstens insofern, dass die Mutter, die im Original nicht allzu ansehnlich war, was dem Realismus zugutekam (weil glaubwürdige, echte Personen), nun durch die viel attraktivere Naomi Watts verkörpert wird - immerhin ein Punkt fürs Remake, je wie man's nimmt.
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Das Remake ist eine 1:1 Kopie vom Original, nur mit anderen Schauspielern aber der gleichen Idioten "Musik". Ich habe mir beide Filme kurz hintereinander angesehen und muss sagen: Das Original ist nichts besonderes, also ist auch das Remake nichts besonderes, was es eigentlich überflüssig macht. Es reicht wenn überhaupt einen der beiden gesehen zu haben. " Leider enttäuschend "
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Da ist er nun also, das Remake des angeblich so genialen Films von 1997 ! Am Anfang war ich ziemlich überrascht, das zwei solche Milchgesichter es tatsächlich schaffen eine intakte Familie aus der Bahn zu werfen, jedoch nach ca. einer 3/4 Stunde ging mir der Film ziemlich auf die Nerven, ausgewälzte Dialoge, breit getretene Kleinigkeiten und ewig lange Kameraeinstellungen machten diesen Film zum Vorspuler. Für mich einfach nur langweilig, kein Tempo, keine Spannung, lediglich Naomi wusste etwas zu glänzen durch Ihr Kammerspiel, ansonsten nix besonderes, also kann ich mir das Original sparen. Schade um den kleinen Jungen, hätten sie besser Tim Roth früh erledigt.
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Das US Remake gleicht imho dem Film aus 1997 wie aufs Haar. Schauspielerisch gibt es hier nix zu bemängeln. Gerade die Opfer machen ihre Sache durchaus bemerkenswert. Hervorheben möchte ich hier Naomi Watts. Michael Pitt kennen wir auch schon aus guten Filmen, wo er schon oft undurchschaubare Charaktere darstellte. Auch hier macht er seine Sache spitze. Dass das Remake aber dem Vorgänger so gleicht hätte ich nicht erwartet! Somit muss ich sagen, ist der Film nix besonderes für mich. Heinekes erster Funny Games war schockierend und nervenaufreibend und gefällt mir eindeutig besser. Daher nur 5/10 Punkte