Review

Gute Grusel - und Gespensterfilme gibt es ja nicht gerade viele und gerade in der heutigen Zeit sind sie eher absolute Mangelware. "Das Waisenhaus" ist hier eine sehr wohltuende Ausnahme und bietet dem Zuschauer Gruselfeeling pur.

Endlich mal wieder ein Film, der vollkommen auf blutige Szenen verzichtet und als bestes Beispiel dafür dient, das man auch ohne Härte überzeugen und die Betrachter für sich einnehmen kann. Meiner Meinung nach gibt es an diesem Film gar nichts auszusetzen, er hat eine sehr interessante Story, die sehr flüssig und ohne Längen erzählt wird. Nachdem es hier eher etwas ruhiger losgeht, wird die Spannung immer mehr gesteigert, was sich auch immer mehr im Sehverhalten des Betrachters niederschlägt. Sitzt man am Anfang noch ziemlich entspannt vor dem Bildschirm, so lässt man sich doch mit der Zeit von der steigenden Spannung und der gespenstischen Atmosphäre gefangennehmen.

Gut gesetzte Gruseleffekte sorgen dafür, das sich ein sehr belemmendes Gefühl breitmacht, das man bis zum bitteren Ende nicht mehr abstellen kann. Einen Großteil der Faszination, die dieser Film ausstrahlt, hat man den erstklassigen Darstellern zu verdanken, bei denen meiner Meinung nach Belen Rueda hervorsticht, die den Charakter der sensiblen und liebevollen Mutter einfach nahezu perfekt darstellt. Auch ihrer dargebotenen Leistung ist es zu verdanken, das der Zuschauer tiefer in ihre Gefühlswelt eintauchen kann und mit ihr leidet und mitfiebert.

Lediglich das Ende hat mir persönlich nicht gänzlich zugesagt, da es ziemlich tragisch ist, aber es passt trotz allem perfekt und ein Happy - End wäre hier auch eher unglaubwürdig und unpassend gewesen.




Fazit:




In der Zeit der harten Splater / Gore Filme bietet "Das Waisenhaus" eine mehr als willkommene Abwechslung. Ein sehr niveauvoller Gruselfilm, der es versteht, den Zuschauer für sich zu gewinnen und zu begeistern. Ein Film, der keinerlei Längen aufzuweisen hat und jederzeit kurzweilige und gespenstische Unterhaltung garantiert.




9/10

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