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Bei einem verheerenden Grubenunglück vor zwanzig Jahren wurden sämtliche Männer des Städtchens Pucker Bush ausgelöscht. Seitdem gibt es hier nur Frauen & deren allgemeiner Tenor ist, dass sie eh keine Männer brauchen, "we get along just fine without them". Nicht dass sie eine Aversion gegen Kerle hätten: "I have nothing against men. I think every woman should own one." Außerdem kostet sie deren Abwesenheit "a fortune of batteries". Jedenfalls hat Sheriff Sarah Parker (Lesli Kay) wenig zu tun & auch die Bürgermeisterin Delia Westwood (Elizabeth Kaitan) schiebt eine ruhige Kugel. Nur Lily (Betsy Lynn George), die Barkeeperin des Venus Saloons, fällt etwas aus der Reihe, blickt in die Sterne & wünscht sich einen Mann herbei. In diesem Moment crasht Steve Rogers (Troy Vincent) auch schon mit seinem Raumschiff auf den Planeten. Ärger droht. Soft-Sex auch.

Ein sehr preisgünstig produzierter Erotik-Space-Western von B-Folmer David DeCoteau, den er mit seinem Pseudonym Ellen Cabot zeichnete. Der auf den Sets von Oblivion 1 & 2 gedrehte Streifen hat mich gut unterhalten, wenngleich die Handlung von den drei oder vier Hochglanz-Soft-Sex-Nummern ausgebremst wird. Immerhin ist der Film hübsch anzuschauen, das Spiel mit den Geschlechterrollen & -klischees gefällt & auch die Western-Atmo passt. Dass man(n) hier natürliche Rundungen vorgesetzt bekommt & keine aufgepumpten Hupen, verbuche ich ebenfalls auf der Habenseite. Die Dialoge sind streckenweise recht smart & auch so mancher freche Spruch kommt gut.

"Spaceman! You're gonna be my bitch tonight!" stellt Frau Sheriff fest & nimmt sich, was sie will. Eine andere fragt erstaunt, mit Blick auf seinen (wohl mächtigen) Schniedel: "How do you manage to walk around with that thing?" Der Soundtrack besteht aus passablen Blues-, Rock- & Western-Rhythmen, der unvermeidliche Zickenkrieg macht Laune & am Ende gibt es sogar ein Duell... mit einer unerwarteten Wendung. Und auch wenn es schwerfällt, das zu glauben... man hat sich einen (!) Spezialeffekt in Form eines fliegenden Raumschiffes gegönnt. Insgesamt ein netter, sehr harmloser & sehr soft(erotisch)er Spaß vom Regisseur des "Klassikers" Creepozoids.

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