Review

„Deep Impact“ von Regisseurin Mimi Leder ( „Project: Peacemaker“ ) will offenbar das ( pseudo- ) „niveauvolle“ Pendant zum wesentlich witziger - ironischen und natürlich actionlastigeren Michael Bay – Kracher „Armageddon“ sein. Tja, das schafft er höchstens bei der Vorschau.
Dabei sind die Vorzeichen gut: Viele renommierte Altstars geben sich in diesem Weltuntergangsdrama ein Stelldichein, zum Beispiel Morgan Freeman ( „Erbarmungslos“ ) Robert Duvall ( „Die Killer – Elite“ u.a. ) und auch Maximilian Schell; und auch ein neuer Youngstar ist hier in einer seiner ersten bedeutenderen Rollen zu sehen: Elijah Wood ( „The Faculty“, neuerdings zu sehen als Hobbit Frodo in Peter Jacksons Tolkien – Verfilmung „Der Herr der Ringe“).
Und, ach ja, die Musik von Routinier James Horner ist nett ( aber keinesfalls bahnbrechend ).
Tja, die restlichen Aspekte des Films sind leider nicht sonderlich gut geraten. Der Versuch, das apokalyptische Weltuntergangsszenario, die Bedrohung durch einen riesigen Kometen aus dem All, realistisch, glaubhaft und dramatisch-gefühlvoll, mit Blick auf die persönlichen Schicksale und die moralischen Entscheidungen, darzustellen, misslingt; die Ansätze sind zu erkennen, man glaubt als Zuschauer zu fühlen, worauf die Macher herauswollen, welche Problematiken sie anzusprechen versuchen, wie sie die Einzelschicksale aufzeigen möchten... aber der ambitionierte Versuch endet in einem desaströs -schlechten Hollywood – Murks voller Klischees, banaler und kitschiger Handlungseinfälle und –Wendungen, mit hölzern agierenden Darstellern, oftmals unrealistisch, unglaubwürdig und an den Haaren herbeigezogen, und im Vergleich zum direkten filmischen Konkurrenten ( s.o. ) auch effektmäßig noch schlechter getrickst.
Was bleibt, ist also die langweilige, verkorkste Umsetzung einer interessanten Thematik. Schade, kann man nix machen; ich empfehle „Armageddon“, der ist wenigstens amüsant (und nicht „unfreiwillig“ komisch wie der hier vorliegende Streifen...).

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