Review

See what I see,
feel what I feel,
judge like I judge.

Nachdem Teil 3 unter den Hauptcharakteren klaren Tisch gemacht hat wurde es Zeit für etwas Neues. Nun vielleicht nicht wirklich etwas Neues, denn das Grundkonzept ist geblieben. Noch immer geht es um Jigsaw, noch immer wird ordentlich gefoltert um den Wert des Lebens anzuprangen und noch immer gibt es Überaschungen ohne Ende. Dieses mal schickt Darren Lynn Bousman einen Gesetzeshüter in den Strudel des Verwirrspieles. Und nach den Eingangs genannten Worten scheint es, als solle dieser zu einem neuen Killer "ausgebildet" werden. Aber am Ende kommt natürlich wieder mal alles anders.

Nachdem SAW 3 doch recht sauber alle Bekannten Gesichter wegrationalisiert hat, habe ich mich natürlich gefragt, welchen Wiedererkennungswert Nummer 4 hat. Nun, anscheinend hat es ein paar doch nicht endgültig erwischt bzw. man hat sich die Freiheit genommen „alte Bekannte“ als Opfer erneut vor die Kamera zu schleifen und baumeln zu lassen. Die Freude an ein paar bekannten Charakteren ist also gegeben... mehr oder weniger.
Und natürlich fragt man sich nach Teil 4 wie es denn nun weiter geht. Nummer 5 und 6 sind bereits in Planung.

Von dem Härtegrad war ich ein wenig "enttäuscht". Es gab sehr viele Meinungen, die die anfänglich zu bestaunende Autopsie als das schlimmste was bisher in der Reihe zu sehen war, bezichtigten. Es werden sehr detaillierte Bilder gezeigt, und für den Otto-Normal Verbraucher dürfte das auch reichen um ihn aus dem Kino zu jagen. Wirklich schlimm war es aber weder aufgezogen noch sollte es großartig Horror erzeugen, sondern eher plakativ werben. Bei den Fallen waren derbe Konstruktionen enthalten, ganz so zeigefreudig wie in Teil 3 war man allerdings nicht. Böse, aber nicht ganz so böse wie im Vorgänger.
Trotz der etwas gelinderten Härte kommt eine unglaubliche Intensität und Spannung auf. Ganz besonders gegen Ende wird sich wohl bei vielen der Herzschlag in kritische Gefilde begeben.

Die Aufmachung und Darstellung ist wie üblich recht düster und schmutzig gehalten.
Es gibt einige Rückblenden die Jigsaws Vergangenheit und den Werdegang zu seiner "dunklen" Persönlichkeit näher beschreiben. Auch die in Teil 3 nur kurz gesehene (Ex) Frau Jigsaws wird näher beleuchtet.

Einziger Kritikpunkt sind die teils sehr schnellen und unübersichtlichen Schnitte und Sprünge von Flasbacks zu Realität. Dabei die Übersicht zu behalten fällt sehr schwer und ist beinahe unmöglich. Im Gegenzug erhöht diese Hektik den Effekt des Verwirrspieles und das Tempo.

Im Ganzen ein wahnsinnig intensiver Horrortrip, der direkt an Teil 3 ansetzt und diesem vom Konzept sehr ähnelt.

10 / 10

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