Review
von RAZ Damaskus
Jigsaw ist tot, doch seine fragwürdigen Weltverbesserungsversuche gehen weiter. Dieses Mal werden ein Polizist und zwei Leute vom FBI von einer Folterinstallation zur nächsten geführt. Nebenbei wird dem Zuschauer auch ein tieferer Einblick in Jigsaws Innenleben gewährt: man sieht, wie es dazu kam, dass er anfing, Menschen in derart grausamer Weise zu bestrafen oder auf den rechten Weg zurückzuführen.
Der vierte Teil überzeugt wieder mehr als der dritte – die Story ist komplexer und doppelbödiger als zuvor, die Atmosphäre intensiver als in den anderen Bousman-Fortsetzungen und die Fallen sind in ihrer Grausamkeit eindrucksvoller als bisher. Auch die Schauspieler agieren wieder überzeugender als im dritten Teil und da es wirklich von einer Falle zur nächsten geht, ohne dass zwischendurch Leerlauf herrscht, ist der Film durchgängig unterhaltsam. Nachdem ich also schon vermutet hatte, dass der Saw-Reihe nach dem dritten Teil die Luft ausgeht, ist es Bousman mit dem vierten Teil doch gelungen, sie wiederzubeleben, sodass man auch auf den fünften Teil noch gespannt sein darf. Unter dem Gesichtspunkt betrachtet, dass es sich bei „Saw IV“ um einen Main-Stream-Horrorfilm handelt, ist er schon reichlich brutal, doch dass in Deutschland derart rigoros an dem Film herumzensiert wurde, ist mir trotzdem völlig unverständlich.