Drei Schwarze überfallen in Harlem die Mafia. Sie erschießen 7 Menschen, darunter 2 Polizisten. Der schwarze Polizist Pope und sein alter, korrupter Partner Martinelli sollen die Täter finden. Doch auch die Mafia will die drei in ihre Hände bekommen und schickt ihre Killer los.
Heute habe ich den ersten Film aus der Wicked Vision Black Cinema Collection angeschaut. Entschieden habe ich mich für diesen Krimithriller aus den 70ern.
Die Titelmelodie dieses Films ist bestens bekannt, seit sie Tarantino für seinen Film "Jackie Brown" verwendete. Der Film selbst hat eine klassische, realistische Story mit guten Darstellern. Die Action ist gut in Szene gesetzt und wird vor allem zu Beginn und am Ende wohl portioniert eingesetzt. Die Figuren sind interessant gestaltet, sei es der korrupte Cop, der Schwiegersohn des Mafiapaten oder die drei Gangster. Jeder bangt um seine Existenz, versucht sein Leben zu verbessern und kaum einer ist ohne Schuld. Auch die schmutzigen Aufnahmen von Harlem in den 70ern verbreiten einen sehr schönen Realismus. Selten war New York dreckiger, die Arbeitslosigkeit höher als in dieser Zeit und das fangen die Bilder sehr gut ein. Der Film ist kein typischer Blaxploitation Reißer dieser Zeit und er präsentiert hier auch keine schwarzen Übermänner, sondern setzt mehr auf den Stil des klassischen Film Noir. Bei den Cops gibt es Rassisten. Die Verhöre werden noch mit Gewalt durchgesetzt.
"Across 110th Street" ist ein harter, kompromissloser Reißer. Von den Bildern fast schon ein Zeitdokument des New Yorks der 70er Jahre und absolut sehenswert.
Dafür gibt es von mir 8 von 10 Punkten.