Mit Martin Lawrence ist das so eine Sache – gepaart mit Will Smith durchaus erträglich, allein ziemlich gewöhnungsbedürftig.
„Der Diamanten-Cop“ lastet ihm nun die Bürde auf, selbst einen Film tragen zu müssen und in diesem Fall ist es immerhin leidlich gelungen. Als Einbrecher, der in einer großen Polizeibehörde nach einem in den Luftschächten versteckten Diamanten sucht, während er sich gleichzeitig notgedrungen als Über-Cop ausgeben muß, ist genau die Story-Basis, die Lawrence braucht, um sich zu profilieren.
Als zwar einfallsreicher, aber stets am falschen Platz befindlicher Gauner gerät er in eine Reihe von Episoden, die die Erbeutung des Steins immer weiter herauszögern. Ständig wird er zu neuen Aufgaben gedrängt, die er dank seiner kriminellen Vergangenheit stets recht schnell oder sehr einfallsreich zu meistern vermag. Dabei wird natürlich auf Wendung und Wortwitz Wert gelegt und so entsteht ein recht flottes Komödchen, mit dem man sich entspannte 90 Minuten machen kann.
Daß natürlich ein Klischee an das Nächste gereiht wird, von den relativ stupiden Polizisten über das arrogante FBI bis zum ehemaligen Zappelphilipp-Kollegen in der Tradition von Marlon Wayans ist alles dabei – was wiederum den Zuschauer kaum überraschen wird.
Lawrence ist wendig und drahtig genug, die Plotte problemlos über die Zeit zu bringen, wobei anzumerken wäre, daß man bei Ende des Films den Anfang fast schon wieder vergessen hat, weil der Film zwar komisch, aber auch gleichzeitig sehr beliebig ist. (6/10)