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„Der Diamanten-Cop“ bietet Martin Lawrence Raum sein Talent eindrucksvoll unter Beweis zu stellen – aber er ist dabei nicht so gut wie in „Bad Boys“ oder „Nix zu verlieren“.
Miles Logan (Martin Lawrence) bricht in ein Museum ein und stiehlt zusammen mit zwei Komplizen einen unglaublich wertvollen Diamanten. Doch dann läuft alles schief: Ein Komplize ermordet den anderen, die Polizei kreuzt auf und der Fluchtwagenfahrer kratzt die Kurve. Auf der Flucht vor dem mörderischen Komplizen versteckt Miles den Diamanten in den Lüftungsschächten eines Rohbaus – und wird anschließend verhaftet. Der Beginn ist recht actionreich, wenn auch im jugendfreien Sinne. Dennoch sind die Einbruchs- und Fluchtszenen nett anzuschauen.
Zwei Jahre später wird Miles freigelassen, doch die Welt hat sich nicht zum Guten verändert: Seine Freundin will nichts mehr von ihm wissen, da er seinen wahren Beruf vor ihr verheimlichte und der besagte Rohbau ist inzwischen fertig – es ist ein Polizeirevier! Zudem ist der gewünschte Gebäudeteil, in dem der Diamant liegt, nur für Polizisten des Raub- und Morddezernats betretbar. Es ist einfach herrlich wie sich Martin Lawrence darüber aufregt, dass sich anscheinend die ganze Welt gegen ihn verschworen hat.

Mit Hilfe eines befreundeten Fälschers und dem Klau der Zutrittskarte des etwas naiven Cops Carlson (Luke Wilson) kann sich Miles Zutritt verschaffen – doch man hält ihn für einen neuen Kollegen und er wird andauernd auf Einsatz geschickt. Dabei erweist sich der falsche Cop als unglaublich erfolgreich und es bleibt ihm kaum Zeit nach dem Edelstein zu suchen – während eine Beförderung droht...
Die Handlung von „Der Diamanten-Cop“ ist nicht unbedingt die allerbeste, da man vieles schon aus anderen Verwechslungskomödien kennt und das Schema des falschen Mannes, der trotzdem das Richtige erreicht, kennt man auch ausreichend. Mit Partner Luke Wilson kommt noch ein wenig Buddy Movie in den Film, was aber leider auch nach recht bekanntem Schema abläuft. Auch die Spannung ist nicht wirklich hoch, weshalb man handlungstechnisch keine großen Ansprüche an den Film stellen sollte.
Zwischendurch gibt es auch ein paar Actionszenen – allerdings jugendfrei, so dass die paar Schießereien harmlos ausfallen. Gelungener sind da die netten Verfolgungsjagden und Stunts, die ziemlich gut gemacht sind – aber allzu viel Action gibt es in „Der Diamanten-Cop“ nicht, so dass man keine falschen Erwartungen an den Film stellen sollte.

Martin Lawrence macht seine Sache als Komiker super und bringt den Zuschauer immer wieder zum Grinsen – aber leider bringt das Drehbuch nicht viel mehr hervor. Denn viele der Gags sind einfach nur nett und keine wirklichen Brüller, zumal vieles schon aus anderen Filmen bekannt ist. So bleibt das Humorlevel nur bei nett, auch wenn die Trefferquote höher ist als z.B. bei „Big Mama`s Haus“.
Lawrence ist wie gesagt ein Vollblutkomiker und so kann er in seiner Rolle sehr gut überzeugen, auch wenn sie kaum schauspielerische Anforderungen an ihn stellt. Auch Luke Wilson als schüchterner Cop und William Forsythe als bärbeißiger Bulle können in Nebenrollen überzeugen und der Rest der Crew ist ebenfalls ganz gut.

Ganz nette Actionkomödie mit Martin Lawrence, aber aufgrund des Fehlens echter Brüller reicht es nicht zu mehr.

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