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Es ist ein schöner Tag in einer südamerikanischen Kleinstadt. Ein Pfarrer begrüßt gerade seine Freunde auf der Strasse, als ihn ein Geräusch gen Himmel gucken lässt. Was er sieht, soll er in den letzten Sekunden seines Lebens nicht mehr vergessen, denn ein Meteorit rast genau auf ihn zu und zerstört wenig später die ganze Umgebung, in einer heftigen Explosion.

Was Hollywood sein Deep Impact und Armagddon teuer ist, ist dem B-Sektor mit Judgement Day nur billig. Mal wieder ist ein Riesenkomet unterwegs Richtung Erde und droht der Menschheit tödlich auf den Kopf zu plumpsen. So bietet der Film alles was man an B-Prominenz und billiger CGI auftreiben konnte, um das Desaster zu verhindern. Glücklicherweise verfügt man mit den Thor und Linebacker Projekten Möglichkeiten um den fliegenden Brocken zu zerbröseln, unglücklicherweise wurde aber der einzige der sich damit auskennt von militanten Religionsfanatikern entführt und jetzt steht man reichlich dumm da.
Völlig irrationalerweise verfällt man auf die Idee einen Ex-Kumpel des Gurus Payne zusammen mit einer FBI Agentin mit ständig verheulten Augen, als letzte Rettung den eingekäscherten Professor zu retten (anstatt Marines, DEA oder wenigstens der Nationalgarde). So bleiben noch vier Tage bis der Riesenkiesel einschlägt, müde Ermittlungen werden durchgeführt und die Kollision aus dem All gerät in den Hintergrund, ja beinahe sogar in Vergessenheit. Das ungleiche Duo stromert von Ort A zu Person B und bekommt neuen Hinweis auf C. Das ganze wird mäßig aufregend präsentiert, zumal auch Action hier ein eher nicht so wichtiger Faktor ist.
Es gibt zwar kleinere Shootouts, die aber keinem John Woo Fan zur Verzückung treiben. van Peebles und Tom Lister dürfen sich als lahme Prediger mit religiösen Platitüden bewähren, während Ice-T und Suzy Amis sich ohne Chemistry durch die Stadt schleppen. Die Darsteller sind zwar keine Vollausfälle, aber einen Oscar würde ich auch keinem hinterherwerfen. So bleibt ein leidlich interessanter Kriminalfall vor galaktischem Untergangshintergrund. Nichts weltbewegendes.
4/10 

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