Das Jack the Ripper-Thema wurde hier flugs ins Japan der Siebzigerjahre verlegt, doch leider ist der Streifen trotz unterschwelliger Boshaftigkeiten viel zu einfach gestrickt: Gezeigt wird die recht simple Mordstour eines (fast) einsamen Irren, der mehrere Frauen meuchelt, weil er krude Phantasien entwickelt.
Allerdings ist dieser Jack the Ripper kein grimmiger Typ, sondern ein verklemmter, unscheinbarer Konditor, dessen Arbeitskollegin ihm bei seinem blutigen Werk zur Hand geht. Beide sind in einer Lebensgemeinschaft, um sich dabei auch im Verbrecherdasein zu unterstützen. Leider gehört diesem Jack the Ripper der ganze Film. Die spärliche Handlung ist einzig und allein auf sein Tun fokussiert, wobei es nichts Morbides oder sonstwie Verstörendes bei dem Pärchen zu entdecken gibt. Der Film ist auf dem Papier härter als in seiner Umsetzung.
So läuft den beiden eine Dame nach der anderen buchstäblich ins Messer und das wars. Es gibt keine Polizeiarbeit, keine Gegner, aber auch nichts Dokumentarisches. Noch dazu besitzt der Hauptdarsteller nicht genügend Charisma, um den Film im Alleingang zu tragen und der Rolle die nötige Überzeugungskraft zu verleihen.
Regisseur Yasuharu Hasebe dehnte die einzelnen Szenen unnötig aus, um auf diese Weise Zeit zu schinden. Darüber hinaus ist "Assault! Jack the Ripper" ein halber Softporno, denn es gibt etliche Vögeleien und jede Menge Fleischbeschau. Dass der Film nicht schön sleazig wäre, kann man gar nicht mal beanstanden. Leider ist er nur allzu simple Unterhaltung, bei der es in essentiellen Dingen wie Spannung, Originalität oder Mitreißendem gewaltig hapert.
Fazit: Mischung aus Road Movie, Sexstreifen und Schlitzerfilmchen. Gerade noch passabel, garantiert kein zweiter "Bunman". 4 von 10 Punkten.