Mehr Fleisch!
Es soll ja Leute geben, die wünschten, dass es Lucio Fulci nie gegeben hätte.
Ich gehöre ganz gewiss nicht dazu.
Das bedeutendste, was der Exploitation-Filmer getan hat war wohl, dass er den Romeroschen Zombies mehr Charakter verliehen hat, sprich er hat sie „fleischiger“ gemacht und bisweilen bandagiert: dieser ursprünglich sogar als direkte Fortsetzung zu „Dawn of the Dead“ gehandelte Streifen mit Mia Farrows nicht untalentierter Schwester Tisa beinhaltet einen Kampf eines Zombies mit einem Hai, der für den Fisch echt übel ausgeht. Nicht nur deshalb ist der Film nichts für Tierschützer.
Der aus dem Titel abgeleitete Vorwurf, der Film beschuldige dem „Woodoo“ der Fabrikation von Zombies ist absolut unbegründet: in der Tat gibt Fulci wie Romero diesbezüglich keine eindeutigen Antworten.
Zivilisationskritik ist in diesem Film dabei nicht nur erahnbar, sondern jederzeit präsent: am deutlichsten wird dies sicherlich am Ende, als die Zombies ohne Drehgenehmigung in Richtung Manhattan schlendern.
Das ambivalente Verhältnis Fulcis zum weiblichen Geschlecht lässt sich im Film ebenfalls erahnen.
In Deutschland selbstverständlich indiziert, laut Juristenkommission aber nicht zu beschlagnahmen: der Zombie hat nicht gesehen, dass die Tür dem Auge im Weg war...
Rating 7.5