Lucio Fulci erweist sich mit diesem Film als ein wahrer Meister seines Fachs, der sich hinter einem Romero nicht zu verstecken braucht, die Fehler, an denen „Dawn of the Dead“ scheiterte, macht Fulci mit diesem 70er Jahre Zombiefilmchen nicht. Fangen wir mal bei dem Make-up an, hier wurde wirklich viel Liebe fürs Detail gezeigt, jeder Zombie ist einzigartig und genial gestaltet worden, seichte Blautöne und billige Bemalungen sucht man hier vergebens. Weiter zu den Splattereffekten, die sich ebenfalls sehen lassen können und äußerst realistisch wirken, allerdings strotzt der Film keineswegs von hirnlos aneinandergereihten Blutorgien, denn richtig hart wird es erst gegen Ende, dazwischen werden immer mal wieder Handlungszenen eingestreut, wenn auch manchmal etwas wirr plaziert. Die Darsteller sind durchweg o.K., handeln aber oft zu dämlich und landen so oft in den gierigen Zombiemäulern. Ein Lob auch an die Synchro, welche mit ordentlichen Sprechern aufwartet. Die Musik hingegen ist eindeutig Geschmacksache: Typisch-dumpfe 70er-Klänge fliegen einem da um die Ohren, welche mich zwar nicht gestört, dafür aber auch keine spannende Atmosphäre aufgebaut haben. Eine Szene welche mich wirklich verblüfft hat, war der Kampf eines Zombies gegen einen Hai, bei dem sich sogar „Jaws“ noch eine Scheibe hätte abschneiden können, wäre dieser später herausgekommen.
Fazit:
Mit „Woodoo“ präsentiert sich das 70er Jahre-Zombie-Kino von einer recht angenehmen Seite: Eine berauschend-träumerische Karibik Atmosphäre habe ich so in einem Splatterfilm noch nicht gesehen. Fulci verbindet tolle Splatter-FX mit ordentlichem Make-Up und streut dann noch ein Bißchen Story hinzu. Das die Darsteller sich manchmal als einfach dämliche „Fraßvorwürfe“ präsentieren, läßt sich verschmerzen.
Ein netter Zombiestreifen mit bemerkenswerten Effekten und einem tollen Haikampf.