Nach dem riesigen Erfolg von George A. Romeros „Dawn of the Dead“ dauerte es nicht lange, bis die Italiener nachzogen und ihren eigenen Zombiefilm auf den Markt brachten. Damit es auch richtig abgeht, führte kein geringerer Regie als Lucio Fulci.
Ein herrenloses Schiff schippert auf den Hafen von New York zu. Die Polizei ist schnell an Board und wird von einer merkwürdigen Kreatur angegriffen, die einen Polizisten mit einem Biss tötet. Dies ruft den Reporter Peter West (Ian McCulloch) auf den Plan, der mehr darüber herausfinden soll. West trifft Anne Bowles (Tisa Farrow), deren Vater das Schiff gehört, aber sich seit einiger Zeit nicht gemeldet hat. Beide machen sich auf den Weg zur kleinen Insel Matool. Bei dem Pärchen Ben (Al Cliver) und Susan bekommen sie Gelegenheit, mit an Board zu gehen und Matool zu suchen. Schon auf der Reise passieren merkwürdige Dinge, doch dann auf Matool beginnt der wahre Horror. Susans Vater Dr. Menard (Richard Johnson) arbeitet als Arzt auf Matool, doch gegen diese „Krankheit“ kann er nichts ausrichten. Die Toten erwachen zum Leben und töten die Lebenden...
Der gute alte Italienfilm hat auch hier wieder zugeschlagen, unter der Regie von keinen geringeren als Lucio Fulci, der zu Recht als Splatterkönig in Fankreisen gilt. Wer seine Filme kennt, kann dies nur bestätigen, gerade Filme wie „Geisterstadt der Zombies“ sind nur das Gerüst einer Ansammlung von blutigsten Effekten.
Zunächst muss man klar sagen, „Woodoo“ oder auch gerne „Zombi 2“ erreicht nicht die Klasse von „Dawn of the Dead“. Auch inhaltlich geht Fulci andere Wege. Hauptort ist hier die kleine Insel Matool, auf der sich die Zombies ausbreiten, aber normalerweise nicht weiter ausbreiten können, anders wie bei „Dawn of the Dead“. Aber wer den Anfang gesehen hat, weiß was passieren könnte.
Schauspielerisch geht dem Italien-Fans das Herz auf. Ian McCulloch, Al Cliver, dies spricht für sich. Hinzu kommt sogar noch Richard Johnson als leicht verrückter Arzt, der seine Niederlage der Wissenschaft gegen das Unbekannte nicht hinnehmen will und so alle in Gefahr bringt. Die Leistungen sind solide, ganz genau so wie man es von einem italienischen Film erwartet. Hinzu kommt eine ohrwurmmäßige Musik von Fabio Frizzi, auch ganz bezeichnend für den italienischen Film.
Weiter muss man sagen, der Film ist für Fulci-Verhältnisse neben Geisterstadt sein bester Film. Die Story hat teilweise Hand und Fuß, auch wenn sie natürlich keinen Oscar gewinnt. Aber da hat man wirklich schlimmeres von Fulci gesehen. Technisch solide, einige interessante Einstellung, aber auch eine ganz dumme Idee, ich sage nur Zombie VS. Hai.
Wer Fulci sieht, will keine lyrischen Dialoge oder eine tolle Story. Beides bekommt er auch hier nicht geboten. Während es am Anfang noch relativ langweilig dahinplätschert, geht es auf der Insel dann richtig rund und Fulci ist in seinem Element. Auch wenn die Zombies ein wenig wie in Matsch gefallene Menschen aussehen, liefern sie alles, was der Fan begehrt.
Hinzu kommen teilweise sehr blutige Szenen, die berühmte Augenszene ist ja ein Markenzeichen dieses Filmes. Aber auch andere typische Genregrobheiten tauchen auf. Ausweiden, Bisse, alles vorhanden, zwar nicht immer perfekt, aber effektiv. Auch das Ende ist wie sein Vorbild alles andere als Positiv, zeigt es doch wieder den Menschen als ziemlich kleines Licht auf der Welt, der eigentlich keine Chance hat. Eben so wie in Dawn.
Fazit: „Zombi 2“ ist der Italo-Zombiefilm und das auch zurecht. Trashige Darsteller, eine nicht wirklich überragende Story, aber genau das liebt man ja als Italien-Fan. Der Gore-Fan wird mit einigen ziemlich heftigen Effekten befriedigt und auch die Musik ist passend. Bleibt zu sagend, der Film ist für seine Verhältnisse sehr gut und sei Fans wärmstens empfohlen, wenn man diese Art Film mag.