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Eine herrenlose Yacht wird an die New Yorker Küste getrieben. Beim Inspizieren wird die Küstenwache von einem widerlichen, verfaulten Wesen angefallen, das im Bauch des Schiffes gelauert hat. Bevor ihn ein Polizist mit mehreren Schüssen töten kann, hat er schon einem Kollegen die Zähne in den Hals gerammt. Das Strandgut beschäftigt nun nicht nur die Polizei sondern auch einen glücklosen Reporter, der hier einen großen Fang wittert, sowie die Tochter des vermissten Yachtbesitzers, von dem sie nur weiß, dass er vor Jahren auf einer Karibikinsel geforscht hat. Man tut sich zusammen und mit zwei weiteren Touristen, die, die Gegend gut kennen, landet man schließlich auf der spärlich bewohnten Insel Matool, wo ihnen der schmierige Arzt Menard eröffnet, das der Verschollene an einer seltsamen Krankheit gestorben ist. Auch etwas suspekt ist ihnen die inselübliche Art, den Toten die letzte Ehre zu erweisen: sprich ihnen durch den Schädel zu schießen. Menard erzählt seinen ungläubigen Zuhörern auch den Grund dafür. Auf Matool erwachen alle Toten kurze Zeit später wieder und stolpern als grausige Widergänger durch die Gegend um Lebende anzufallen. Das abergläubige Inselvolk redet von Voodoo, doch Menard will die wissenschaftliche Erklärung erbringen. Bei einem Besuch bei Menards Frau merken sie allerdings das die Geschichte schrecklich war ist. Als sie das Haus betreten ist von Senora Menard nicht mehr viel übrig. Mehrere ekelhafte, verweste Leichen fressen an ihrem entstellten Körper. Auf der Flucht in Menards Forschungslabor rasten sie kurz auf einem unpassendem Ort, einem alten Friedhof und werden von weiteren Zombies angegriffen. Eine Mitreisende wird getötet. Vom Inselvolk dagegen ist weit und breit nichts zu sehen, nur unheimlich Trommellaute sind im ganzen Dschungel zu hören. Als sie endlich in Menards alter Missionskirche ankommen, sind ihnen schon hunderte Leichen auf den Fersen. Mit Benzin und Schrotflinten können sie sich einige Zeit behaupten. Nachdem das Gebäude abgebrannt ist, entkommen lediglich die zwei New Yorker. Mit einer Zombieleiche im Gepäck wollen sie nach Hause um das Grauen erforschen zu lassen. Doch allzu viel ist von New York nicht mehr übrig. Der gebissene und damit infizierte Polizist war inzwischen nicht untätig und hat die ganze Stadt in einen Leicheninferno verwandelt.




Ohne großartige cineastische Ausbrüche über den Einfluss von „Zombi 2„ auf die it. Filmindustrie und Fulcis weiteres Schaffen dieser Art, nur zu diesem wunderbaren kleinen Film. Mit sehr, sehr wenig Kohle ist Lucio Fulci sicherlich sein bester Horrorfilm gelungen und wahrscheinlich auch der beste seiner Art. Mit einer Besetzung die, obwohl ohne großes Talent zu beweisen, über dem Durchschnitt der Konkurrenzfilme liegt, einem wirklich fähigen Kameramann, einem genialen Make-up Spezialisten und eben dem was er selbst an Talent noch übrig hatte, erzeugt Fulci eine stimmige, herrlich schaurige Atmosphäre. Die obligatorischen Brutaloeffekte passen gut herein, sind nicht übertrieben und unterwandern eigentlich auch nicht meine Geschmacksgrenze. Drückt man das recht simple Drehbuch einem Amato oder Kilmovsky in die Hand, ist der Film mal wieder vor dem ersten Drehtag gescheitert. Fulci bezieht die schöne Inselkulisse wirkungsvoll ein und einmal mehr gelingt es ihm durch seine Gestaltung das Drehbuch aufzuwerten. Ein oder zwei Worte muss man noch zu dem Make up verlieren, nie wieder, auch nicht in anderen Fulcis und schon gar nicht bei Romero wurden die Zombies derart gut gestaltet. Diese Dinger sehen aus als hätten sie tatsächlich die letzten 300 Jahre in Gesellschaft von Würmern und anderem Viehzeug unter der Erde verbracht und nicht wie kurz vorm Dreh eilig mit blassblauer Farbe angemalt.





Tja, viel, viel Lob in wenigen Zeilen, doch ich hab nichts von diesem Film erwartet und war wirklich sehr erfreut. Es fällt auch reichlich schwer ähnlich unterhaltsame Zombiefilme zu finden, sei es in Fulcis weiterer Filmografie, sei es bei italienische Kollegen oder im überbewerteten Ausland.

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