Eine führerlose Yacht schwimmt im Hafen von New York. Als zwei Polizisten das Schiff untersuchen wollen, wird einer von ihnen von einem Zombie getötet, der andere setzt sich jedoch erfolgreich mit seiner Pistole gegen die Attacke desselbigen zur Wehr. Von dem Besitzer der Yacht fehlt aber jede Spur. Der Reporter Peter West setzt sich nun wenig später mit der Tochter des Yachtbesitzers in Verbindung um mit ihr zusammen Licht in das Dunkel zu bringen. Durch einen Brief erfahren sie, dass sich der Gesuchte anscheinend auf einer Südseeinsel namens Matul aufhalten soll. Flugs begeben sie sich dorthin. Sie können ein Ehepaar überreden, sie mit ihrem Boot auf die Insel zu befördern. Dort müssen sie jedoch die schreckliche Wahrheit erfahren: Menschen sterben und stehen als Zombies wieder auf. Ihre Zahl nimmt rasend zu, da ihre Opfer selbst zu Zombies werden. Zusammen mit einem Wissenschaftler, der sich mit diesem Phänomen beschäftigte, versuchen sie nun, die wachsende Zombie-Horde aufzuhalten...
„Woodoo – die Schreckensinsel der Zombies“ ist der offiziell erste Horrorfilm von Lucio Fulci. Er ist auch einer der ersten Filme des großen Zombiefilm-Trends, der durch den megaerfolgreichen Dawn of the dead Anfang der 80er ausgelöst wurde. Ich habe diesen Film um einiges später kennen gelernt als die anderen Fulci-Klassiker wie „The Beyond“ usw. Ich finde persönlich, dass er sich von den anderen Filmen auch unterscheidet. Er hat weniger die Absicht, gruselig zu wirken (wie etwa „Ein Zombie hing...) und ist auch nicht konfus wie „The Beyond“. Ich finde, er orientiert sich durchaus etwas an Dawn of the dead. „Woodoo“ ist unterhaltsam, hat nicht ganz so große Storylücken wie o.g. Filme und spekuliert noch immer deutlich auf Sensationen. Er ist halt mehr der „klassische“ Zombiefilm.
Zu den Schauspielern sei zu sagen, dass sie allesamt eine durchschnittliche Leistung bringen, was hier aber nicht unbedingt negativ ist. Noch dazu macht die Hauptdarstellerin Tisa Farrow einen sympathischen Eindruck, auch wenn sie in einigen Szenen etwas dümmlich wirkt.
Zu den Splattereffekten: Sie sind hier in einem für einen Splatterfilm recht akzeptablem Maß vorhanden. Berühmt sind aber unter den Fans insbesondere zwei eher unblutige Szenen. Da wäre erstens mal die, wo sich ein Zombie unter Wasser eine Auseinandersetzung mit einem Hai liefert. Durchaus originell. In der zweiten populären Szene wird die Frau des Wissenschaftlers in dessen Haus von Zombies bedroht und ein Holzpfahl langsam geradewegs in das rechte Auge der Frau gerammt wird. Diese Szene scheint viele Horror-Freaks wohl ziemlich beeindruckt haben. Sie kommt jedenfalls recht gewalttätig daher. Die anderen Splatterszenen sind dann aber schon recht blutig. Hier gibt es auch wieder eine der „Blutfontäne aus dem Hals“-Szenen, die es auch in anderen Filmen von Mr. Fulci zu sehen gibt.
„Woodoo“ ist wirklich nicht schlecht! Das Ende, wo die Zombies die Erde überschwemmen, ist sehr gut durchdacht und könnte wirklich als Vorspann für „Dawn...“ herhalten.
Die DVD von Dragon ist recht cool. Die Bild- und Tonqualität ist voll und ganz akzeptabel. Nur das (reichhaltig vorhandene) Bonusmaterial (u.a. ein Interview mit Fulcis Tochter und einem Schauspieler) ist irgendwie total zerstückelt und nicht dort vorhanden, wo es sein sollte. Trotzdem kann man dem vorhandenen Material einiges Interessantes entnehmen. Also alles im grünen Bereich!