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Eine scheinbar verlassene Segelyacht wird von zwei Polizisten geentert und sofort untersucht. Auf der Segelyacht selbst findet man einige Körperteile und schließlich auch ein Zombie. Dieses fällt den einen Polizisten an und schafft es sogar, ihn anzuknabbern, bis er tot ist. Dem anderen Polizisten gelingt es den Zombie zu killen. Der tote Polizist wird ins Leichenschauhaus gebracht. Der Journalist Peter West will die Hintergründe der Tat aufdecken und fängt an nach Informationen zu suchen. Dabei stößt er auf Anne Bowles. Sie ist die Tochter des Jacht Besitzers. Auch sie nimmt die ganze Sache Wunder, und so stößt sie auf einen Brief ihres Vaters, wo etwas über die Insel Matul steht. Also begeben sich die zwei auf die Insel, in der Hoffnung, Annes Vater zu finden.

Auch wenn ich bis heute noch nicht rausgekriegt habe, warum man hier Woodoo mit einem W schreibt (selbst die italienische Sprache benutzt sonst das V), ist und bleibt Woodoo aka Zombi 2 sicher einer der besten Filme des Altmeisters. Aber sind wir mal ehrlich Fulci hat für jeden guten Horrorstreifen auch mindestens zwei Gurken produziert. Hier jedoch hatte er eine gute Ausgangslage, denn nicht nur am Originaltitel merkt man die nahe Verwandtschaft zu Romeros Dawn of the Dead.
Zumindest startet und endet die Geschichte in New York, während sich die Haupthandlung auf die karibische Insel Matul verlegt (wenn Kollege D´Amatos Porno Holocaust nicht zwei Jahre später entstanden ist, hätte ich geschworen die beiden Sparfüchse hätten sich die Reisekosten geteilt), wo ein gewisser Dr. Renard ebenso unmoralische wie unspezifische Experimente mit einer Krankheit betreibt, die Tote ins Leben zurückbringen. Warum und wieso weiß allerdings niemand so genau. Natürlich kommt es so, wie es in solchen Filmen eben kommen muß und die Untoten meucheln sich durch die überschaubare Inselbevölkerung.
Das Ganze ist atmosphärisch alles recht gut gemacht. Der Score stimmt und auch das exotische Karibikflair ist noch recht unverbraucht. Fulci darf man allerdings mal wieder eine gewisse Behäbigkeit vorwerfen, die ja alle seine Werke ausmacht (Stilmittel oder mangelndes Tempogefühl? Wer weiß), manchmal hab zumindest ich das Bedürfnis seine Filme vom Sofa aus ein wenig anzuschieben, damit der gemächliche Plot endlich mal zu Potte kommt.
Immerhin gelingt es hier Fulci doch einiges einzubauen, das auch nach Filmende noch im Gedächtnis bleibt. Der tolle Kampf Zombie gegen Hai ist soweit ich weiß immer noch ein Unikat, dazu noch das depressive Ende und natürlich das schmalste Bikinihöschen jenseits von geflochtener Zahnseide. Die Darsteller schlagen sich soweit auch wacker, da mag man kaum glauben, das dies derselbe Regisseur ist, der auch den Haus an der Friedhofsmauer Schlafsack gestrickt hat.
7/10

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