„Mission: Impossible“ ist ein recht unterhaltsamer Agententhriller auf den Spuren von James Bond und Co.
Ethan Hunt (Tom Cruise) ist Agent einer hochgeheimen Organisation namens IMF. Er gehört zu dem Team seines alten Freundes Jim Phelps (Jon Voight) und erledigt Aufträge, von deren Existenz die Regierung keine Kenntnis zu haben behauptet. Dabei arbeiten sie mit High-Tech-Ausstattungen wie Latex-Masken in Form fremder Agenten oder Persönlichkeiten usw. „Mission: Impossible“ ist eine Spielwiese für Technik-Freaks, aber teilweise ist es doch zuviel High-Tech und keiner der Gimmicks erreicht den Charme des Basteleien Q’s aus den Bondfilmen.
Bei ihrem neuesten Einsatz soll das Team um Jim den Diebstahl einer Liste mit den Namen und Decknamen aller Agenten der US-Geheimdienst bildlich dokumentieren und den Täter zu seinem Auftraggeber verfolgen. Doch das Ganze erweist sich als Falle und bis auf Ethan kommen alle Teammitglieder zu Tode. Der schieflaufende Einsatz ist der erste Spannungshöhepunkt in dem Film und wird auch sehr schweißtreibend umgesetzt, um den Zuschauer zu fesseln.
Ethan wendet sich verstört an seine Vorgesetzen, doch diese eröffnen ihm unglaubliches: Der Einsatz war bloß gestellt um einen Verräter in den eigenen Reihen zu enttarnen. Da Ethan als einziger überlebt hat, fällt der Verdacht auf ihn. Also ergreift er die Flucht und beginnt auf eigene Faust nach dem Maulwurf innerhalb der Organisation zu suchen, um sich zu rehabilitieren...
Die Adaption der TV-Serie wirft mit dem schiefgelaufenen Einsatz und Ethans eigenen Ermittlungen das Team-Konzept der Vorlage weitestgehend über den Haufen. Zwar bekommt Ethan im weiteren Verlauf noch Unterstützung von Helfern, doch er ist klar der Held (obwohl der Film nicht ganz so sehr auf ihn fixiert ist wie der Nachfolger). Die Story ist ganz solide, aber nichts wirklich weltbewegendes und ist vor allem um drei Spannungshöhepunkte gestrickt, aber dazu später mehr. Die Inszenierung durch Brian De Palma kann als gelungen bezeichnet werden, nur der High-Tech-Fanatismus nervt teilweise (da hat Hunt selbst auf der Flucht noch genug Gimmicks um modernste Technik zu überlisten).
Leider dient die Story in erster Linie dazu die drei Spannungshöhepunkte des Films zu verbinden: Der schiefgelaufene Einsatz, der Einbruch beim CIA und das Finale im TGV. Vor allem die ersten beiden Höhepunkte sind aber sehr fesselnd und schweißtreibend inszeniert, so dass die Rechnung zumindest teilweise aufgeht. Trotz einiger Logiklücken (der CIA fällt viel zu schnell auf den Feueralarm-Trick herein und sucht nicht nach abgängigen Wachleuten) können die Szenen beim ersten Mal sehr fesseln, auch wenn das recht einfache Konzept dahinter bei mehrmaligem Sehen auffällt.
Das Finale ist ebenfalls recht gelungen, aber nicht ganz so spannend wie die anderen beiden Höhepunkte, da die Auflösung vorweggenommen wird und Ethan seine Theorie nur noch beweisen muss. Zwar ist das Finale actionreicher geraten, aber zumindest aus heutiger Sicht sind einige Szenen auf dem Zug doch sehr offensichtlich getrickst und daher nicht mehr so spektakulär (da hatte Teil zwei mit seiner Stunt-Show doch die Nase im Bereich Action weit vorn).
Tom Cruise spielt seine Rolle als Ethan Hunt ziemlich gut und hält sich im Gegensatz zum Nachfolger auch angenehm zurück, was vor allem den sehr guten Nebendarstellern Jon Voight, Ving Rhames und Jean Reno zugute kommt. Doch auch die anderen Darsteller agieren allesamt ziemlich überzeugend und müssen sich nicht verstecken.
„Mission: Impossible“ ist ein ganz unterhaltsamer, wenn auch recht durchschaubar konstruierter Agententhriller. Qualitativ auf ungefähr gleichem Niveau wie der Nachfolger, wenn auch stilistisch recht unterschiedlich.