Ein Film ohne großes Budget, ein Film ohne bekannte Gesichter vor und hinter der Kamera - und dennoch ein absolutes Highlight am sonst ach so kargen Horrorfilmhimmel. Vincenzo Natalis "Cube" besticht durch seine faszinierende Grundidee einer scheinbar willkürlich zusammengewürfelten Menschengruppe innerhalb eines aus sich bewegenden Würfeln bestehenden "Gefängnisses" voll hinterlistger Todesfallen. Da bedarf es in Sachen Ausstattung einzig einer Handvoll farbiger Scheinwerfern und einigen coolen Gore-FX um den Film über 90 Minuten spannend zu halten. Die an sich sehr eintönige Umgebung der kahlen Würfelräume fällt dabei nicht negativ ins Gewicht sondern verstärkt vielmehr die klaustrophobische Atmosphäre. Diese wirkt sich auch auf die Charaktere zunehmend aus, Mißtrauen und schließlich offene Gewalt sind die Konsequenz.
Wer steckt hinter dem Cube, welches mathematische Prinzip liegt den Würfelroationen zu Grunde und gibt es überhaupt ein Entkommen? Fragen, auf die "Cube" zumindest in seinem ersten Teil keine wirklich plausible Erklärung liefert. Besonders die weitesgehende Offenhaltung entscheidender Fragen zähle ich zu den großen Stärken des Filmes. Aus quasi nichts sehr viel gemacht, Respekt!
Stimmig inszeniert, gut gespielt und hoch spannend. Ein echter Horrortrip, dessen Fortsetzung ebenso empfohlen sei. Soviel sei verraten: Letztere gibt endlich mehr Antworten. Ob das nun dem Mythos "Cube" schadet oder nützlich ist, muss letztlich jeder selbst entscheiden....