Review

Spannender Horrorthriller über eine Gruppe von Menschen in einer scheinbar ausweglosen Situation.
Es stellt sich zunächst mal die Frage, ob ein Film, der praktisch nur ein einziges, sich immer wiederholendes Set hat, überhaupt Spannung erzeugen kann. Und ob er kann! Zwar fängt der Film erst mal relativ wirr an, wir sehen einen Mann in diesem Würfelkomplex, der sich zurechtzufinden versucht und dann in eine Falle stolpert.

Erst danach kommen die eigentlichen Charaktere ins Spiel. Zunächst mal völlig planlos, versucht man aus dem Raum zu entkommen, bis eine erste Strategie des Ausbrechers scheinbar funktioniert, nämlich das systematische Absuchen der Räume nach Fallen. Das schlägt aber schon bald fehl. Danach liegt es an der Mathematikstundentin, das Rätsel zu lösen.

"Cube" besticht durch eine einzigartige, beklemmende Atmosphere der immer gleichen Räume des Würfellabyrinthes, aus dem es keinen Ausweg zu geben scheint. Das wirkt sich natürlich auf die Charaktere aus, die sich im Verlauf des Films des öfteren an die Wäsche gehen bzw. sich auch umbringen, da der Drang des Überlebens zu stark wird, als das man noch Rücksicht nehmen könnte.

Technisch gesehen ist es für einen Independent-Film mehr als beachtlich, was da aus dem Budget rausgeholt wurde. Das beweist, dass es auch ohne Hollywood und große Namen geht. Die allesamt unbekannten Schaupspieler machen ihre Sache sehr ordentlich. Abgerundet wird das Ganze durch ein paar nette Splattereffekte, die aber nur im Hintergrund stehen. Die düstere Atmosphere hat ganz klar Vorrang.

Fazit: Ein ungewöhnlicher Film, der zu keiner Sekunde langatmig ist. Sollte es ruhig öfters geben.

10 von 10 Punkten

Details
Ähnliche Filme