Und noch ein unbefriedigender Erotikfilm mit impotentem Plot und schlaffen Darstellern...
THE DEVIL IN MISS JONES von Gerard Damiano gehört zu den interessantesten Hardcore-Spielfilmen aller Zeiten. In Amerika wurde der Genreklassiker 1973/74 in vielen Kinos mit dem berüchtigten DEEP THROAT gezeigt. Nicht nur Politiker, gelangweilte Hausfrauen, Nonnen und ManCity's Vater protestierten vehement gegen die expliziten Sexfilme.
Da die beiden Filme enorm viel Geld einspielten, entschloss sich der Geschäftsmann Erwin C. Dietrich dazu, rasch in der Schweiz einen Film zu drehen, der ebenfalls auf der Geschichte der Miss Jones basiert. Kurze Zeit später realisierte Dietrich dann sogar noch ein Remakesequel (!)...
Die Story:
Eine Frau wird hingerichtet. Der Teufel höchstpersönlich schickt sie auf die Erde zurück, da sie einige Tage zu früh in der Hölle angekommen sei. Die junge Frau beschliesst, sich in den wenigen Stunden sogar noch mehr auszutoben, als in den letzten lasterhaften Lebensjahren.
DER TEUFEL IN MISS JONAS ist ein ödes Sexfilmchen. Wer sich täglich einen Film von Russ Meyer anschaut, dürfte die vielen Nacktszenen mit Christa Free vielleicht sehenswert finden. Mir gefällt die übergewichtige Dame jedoch überhaupt nicht. Na gut, immerhin ist sie etwas attraktiver als die männlichen Darsteller, die in diesem Film zu sehen sind...
Wie so oft, waren die Herren Baumgartner auch bei diesen Dietrich-Film für Kamera und Musik verantwortlich. Einen Teil des Scores fand ich unpassend, bis auf einzelne leicht surreale Aufnahmen ist DER TEUFEL IN MISS JONAS auch visuell ziemlich enttäuschend.
Selbstverständlich drehte Dietrich den Film ohne allzu grafische Sexszenen. Im Vergleich mit THE DEVIL IN MISS JONES bietet dieses unnötige Filmchen deutlich weniger Erotik/Sex, weit weniger Abwechslung usw. Immerhin ein wenig amüsant fand ich lediglich einzelne kurze Filmpassagen mit Herbert Fux, der den Teufel spielt.
3,5 Punkte