Vorsicht: Spoiler!
Die Geschichte von Teena Brandon, die sich als Junge ausgibt, um bei den Rednecks einfach mit dazuzugehoeren, ist am Beginn des Films eher ein grosser Spass: Rodeo auf dem Autodach, Fluechten, wenn der Schwindel aufgeflogen ist etc. Der Film duempelt eher vor sich hin, und erzaehlt eine Geschichte wie jede andere.
Das letzte Drittel des Films jedoch, bricht abrupt ab, und die Hoelle bricht los. Denn die Entdeckung von Teema Brandon, bei der sie von den Rednecks im Bad als Frau enttarnt wird, und die darauffolgende Gewalt, die schliesslich in ihrer Ermordung endet, sind von einer solchen Realitaet, das einem schlecht wird. Die Gewalt ist schlimm, zugegeben, aber das Wissen, dass dieser Film auf einer wahren Geschichte basiert, macht die Sache eher noch schlimmer. Man fuehlt sich am Ende des Films psychisch kaputt, und so ist auch dieses Ende ein Schlag in die Magengrube. Aber, trotz aller Haerte: er ist auch eine Warnung an die Verluderung einer Gesellschaft, in der ein Abweichen von der Norm (besonders in Unterschichten, in denen die Chancen aufzusteigen, gleich null sind) unmenschlich und rigoros bestraftr werden. Somit liefert der Film einen guten Beitrag zur Debatte, wie und vor allem warum Gewalt entsteht. In jedem Fall sehenswert fuer ein reifes Publikum (Abitur und aufwaerts). 8/10