Alle Kurzkommentare


4

Auch eine Hollywoodgröße wie Brian De Palma bedient sich mal des Shaky-Doku-Stils - naja, so ein bisschen. Mir ist das Ganze zu nah an den täglichen News-Bildern aus den Krisengebieten. Gleichzeitig kommt dieser Film qualitativ nicht an die großen Antikriegsdramen der 80er Jahre wie z.B. FULL METAL JACKET heran, denen er doch ein wenig nacheifert. Auch hier sorgen Missverständnisse, Misstrauen und eine Kultur- und Sprachbarriere für ein giftiges Klima, in dem der Tod oft die Konsequenz ist. Entgleisungen aus Frust kommen auch noch hinzu. Zum heftigen Thema der Vergewaltigung durch Soldaten: De Palma deutet das Verbrechen nur kurz an und legt mehr Wert auf die anschließenden Verhöre. Leider lässt REDACTED Gefechte vermissen, obwohl ein SEPTEMBER TAPES bereits zeigte, wie gut die mit Found Footage kombinierbar sind.

9

Ich habe viel über diesen Film gelesen und habe festgestellt, dass man ihn entweder hasst oder liebt. Wenn man bei einem Anti-Kriegsfilm überhaupt von Hass oder Liebe sprechen kann. Nichts desto trotz, habe ich hier seit langen einen Streifen, dieses Genres, gesehen, welcher mich wirklich bewegen konnte, und das obwohl er ohne treibenden Soundtrack, übertriebenen Schusswechsel, aufgeputschte Explosionen oder Pseudo-Daramaturgie daherkommt. Einfach nur kalt und nüchtern erzählt. Wie eine Dokumentation. Auch wenn die Ereignisse der Handlung nur an eine wahre Begebenheit angelehnt sind. Aber gerade wegen dieser Erzählweise ist er so schockierend und hat mich nach beenden des Abspanns noch einige Minuten vor dem Fernseher hocken lassen um, gerade, die letzten Bilder zu verarbeiten. Man kann denken was man will. Aber wer bei so etwas kalt bleibt, oder noch coole Sprüche bringt, hat wohl jede Menschlichkeit verloren. 9/10 Punkte

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