Review

Die Wiedersichtung war wie erwartet eher enttäuschend, zumindest in Bezug auf die Origins. Kurz und simpel die Gründe: 
Es fehlt der gewohnte Protagonist, die charismatische Figur, die uns Zuschauern der Anker ist. Charisma ist ein Stichwort, die Darsteller haben hier eher Teenie-Slasher-Niveau. Die Stimmung des Filmes geht generell in so eine Richtung, das unbekannte und tödliche Grauen aus der Dunkelheit. Viele Szenen, darunter die format-bezogenen entscheidenden Action-Sequenzen sind schlecht beleuchtet und deshalb unangenehm anstrengend zu verfolgen. Die wesentliche Innovation des Prequels ist eine, die keiner gebraucht hätte. "Predalien"? Bitte nicht! 
Der AVP2 Rewatch war jedoch nicht so enttäuschend, wie ich vorab gedacht hätte, und ich muss minimal aufwerten. 
Erstmal lässt sich dem Film der Unterhaltungsfaktor nicht absprechen, sowohl Aliens als Predator machen halt immer Spaß. Beide Figuren sind stark frequentiert und geben die ganze Laufzeit über Vollgas. Zudem ist der Gewaltgrad und die Kompromisslosigkeit diesbezüglich unerwartet hoch. Bei den Tages- und erkennbaren Nacht-Szenen sehen wir objektiv ein optisch hochwertiges und gut gealtertes Werk. Das Budget war mit 40 Millionen nicht überdimensional, wirkt in der Umsetzung aber höher. Eigentlich für ein Regiedebüt alles recht erstaunlich und an den Kassen auch sehr erfolgreich. Für die Strause-Brüder jedoch hinsichtlich des kritischen Gegenwinds schon der erste große Dämpfer. 

 

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