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Vor fünf Jahren hat Detective Bun seinen Job verloren. Grund waren seine ungewöhnlichen Ermittlungsmethoden. Wie eine Art extrovertierter „Mr. Monk“ fühlt er sich in Täter und Opfer ein und lässt sich dazu auch schon mal in einem Koffer die Treppe runterschubsen oder lebendig begraben. Ein mysteriöser Fall bringt ihn zurück in den Dienst: Ein Cop ist verschwunden und sein Kollege scheint von Dämonen besessen, die niemand sehen kann – außer dem „Mad Detective“. 

Die Idee, dass eine Person plötzlich von sieben anderen Menschen repräsentiert wird, klingt völlig gaga, ist im Film jedoch sehr gut gelöst. Dafür schlägt der ungewöhnliche Thriller anderweitig über die Stränge: Wie so häufig in asiatischen Filmen muss man sich auf schnelle Stimmungswechsel einstellen, von Slapstickeinlagen über spannende Verfolgungsjagden bis zum tieftraurigen Psychogramm reicht die Bandbreite, zwischen einigen dieser Stimmungen liegen nur wenige Sekunden. 

Eine etwas stringentere Inszenierung hätte dem Thrilleraspekt des Films sicherlich gut getan, denn insbesondere der Aspekt der vertauschten Dienstwaffen (ein Element, das Johnnie Tos PTU wenige Jahre zuvor bereits genutzt wurde), die am Ende strategisch eingesetzt werden müssen, ist sehr spannend, kommt aber etwas kurz. Nichtsdestotrotz ist MAD DETECTIVE mal wieder eine dieser asiatischen Wundertüten, die lieber eine Idee zu viel als eine zu wenig ausprobieren. Und es ist schön, Lau Ching-Wan mal in einer so ungewohnt uncoolen Rolle zu sehen.

6.5/10

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