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Fliegen kann man mögen, aber auch hassen. Doch ausgerechnet eine Therapiegruppe, bestehend aus Leuten mit Flugangst, gerät auf einem Flug in schwere Turbulenzen, was nicht nur sie, sondern auch die anderen Passagiere in Panik versetzt. Doch als wenn das nicht genug ist, beginnt langsam die Elektronik an Bord zu spinnen und einige Menschen an Bord haben sich eine Vergiftung zugezogen, darunter auch die Piloten.

Wer den Vorgänger Turbulence nicht kennt, kein Problem hier. Weder wird bei dieser TV-Produktion die Handlung fortgesetzt, noch wurde einer der Charaktere oder Darsteller übernommen, außer das in beiden Filmen ein Flugzeug die Hauptrolle spielt beginnen wir wieder bei null. Dafür bekommen wir einige lustige Abstrusitäten geboten, die iegntlich so hohl sind das sie schon wieder Spaß machen. Da ist eine Frau mit Flugangst und Klaustrophie, was ist da natürlich der erste Berufswunsch, natürlich Stewardess in einer engen Blechkiste, is klar ne. Einer der Passagiere wird im Flug aus dem Flieger als Warnung geschmissen und landet bei voller Geschwindigkeit hoch oben direkt im Tower, gegen die Berechnungsgabe des Bösewichts war Einstein eine echte Lusche. All diese Kleinigkeiten sorgen immer wieder für Amüsement und machen Turbulence II ganz unterhaltsam.
Ansonsten macht die Story aber nicht viel her. Terroristen hijacken ein Flugzeug, das wars schon. Richtige Forderungen stellen sie auch nicht sondern wedeln nur undefiniert mit einer Fernbedienung rum, die im Gepäckraum eine Giftgasbombe zünden soll, die alles im Umkreis von fünf Meilen kaputt macht. Einzig ein wenig Abwechslung bietet die Identität der Bösjungs, denn nach und nach entpuppen sich weitere der vermeintlich harmlosen Fluggäste als Komplizen, da kann man als Zuschauer immerhin ein lustiges Ratespielchen veranstalten, wer ein böser und wer ein guter Junge ist.
Der Plot spult sich dabei brav nch Schema F ab, klar das immer mehr Instrumente ausfallen und genau so klar ist das gern genommene Damoklesschwert der offiziellen Stellen das Flugzeug abzuschießen sobald es Landnähe erreicht. Das sorgt für ein wenig Dramatik (werden es die Helden rechtzeitig schaffen? *bibber*), die aber genauso aufgelöst wird wie in dutzenden Streifen gleicher Thematik vorher. Man merkt dafür deutlich das begrenzte Budget an. Die Innenaufnahmen sind deutlich als Studiokulissen ausmachbar und die wenigen Außenansichten meist aus Teil eins geklaut. Die Darsteller agieren eher mittelmäßig, dafür hat man den wohl bekanntesten Namen Tom Berenger in einer unbedeutenden Nebenrolle verschenkt. An Turbulence II ist weder etwas besonders schlecht, noch etwas richtig dolle. Typische Nachmittagskost, ohne großen Anspruch.
5/10

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