Review

Was hätte sich schon groß ändern sollen?
„Octopus 2“ ist genauso ein öder Käse wie der erste Teil, auch wenn wir aus dem vermeintlichen U-Boot-Thriller mit Dauer-CGI-Billigvieh endlich raus sind. Diesmal macht CGI nur etwa ein Drittel der sich stets wiederholenden Tricks aus, den Rest erledigen die guten, alten Gummifangarme, die sich auch hier wieder um Hals und Glieder schlingen, dass es eine wahre Pracht ist.

Was die Story angeht, haben die Macher diesmal die Location dem alten Harryhausen-Klassiker „It came from beneath the sea“ aus dem Kreuz geleiert, das Monstervieh macht es sich in der Nähe des New Yorker Hafens gemütlich und schnabuliert Pierbesucher. Zwischen zwei Opfern bekommen wir die garantiert hochdramatische Story zweier Wasserschutzpolizisten zu sehen, von denen einer in einer Woche seinen Abschied nehmen will – da wissen wir doch schon, von wem wir uns frühzeitig verabschieden müssen.

Die Tentakel sind ordentlich gemacht, aber der ewig gleiche Effekt bringt die flache Story nicht in die Gänge und die Story vom Polizisten, dem das Monstrum niemand glaubt, kann nicht mal mehr Sechsjährige beeindrucken. Und weil es für 90 Minuten nicht reicht, hängen wir noch ein Katastrophenfilmende mit einer Tunnelrettung einer Busladung Kinder drüber.

Selbstverständlich explodiert der Film nie, sondern bleibt stets auf hübsch überschaubarem Raum, wobei eine Traumsequenz, in der der Kopffüßler die Freiheitsstatue enthauptet, noch der schönste Einfall bleibt.
Mehr Einfalt als Einfall, das macht 2/10.

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