MEIN MÖRDER KOMMT ZURÜCK beginnt sehr spannend und mit viel Dramatik. Fast schon glaubt man, einem Thriller-Event beizuwohnen. Doch dann kehrt der deutsche TV-Standard ein und macht alles beliebig austauschbar. Schade, denn nach dem vielversprechenden Beginn, sind keine Überraschungen mehr vorhanden. Spannung wird recht konventionell aufgebaut und in Szene gesetzt. Natürlich bietet das Thema „Zeugenschutz-Programm“ die ein oder andere emotionale Wendung, doch unterm Strich betrachtet, bleibt da zu wenig, um den routinierten Fernsehzuschauer bei Laune zu halten. Ab einem gewissen Punkt möchte man nur noch sehen, wie die Storyline endet. Doch sollte das die Motivation sein, einen Film anzusehen, nur um zu wissen, wie er endet? Alle, die bis zum Ende drangeblieben sind, bekommen dann auch noch einen Thriller-Ausklang, der zwar gegen die Konventionen gebürstet worden ist, aber vor Unlogik trieft.
Fazit: Wie beim Fast Food-Essen – hinterher bereut man es immer ein wenig, sich das angetan zu haben.