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Ähnlich wie im 1. Teil ist der Regisseur bestrebt, die Greueltaten der japanischen Soldaten während der Besatzungszeit dokumentarisch zu verbildlichen. Das ist misslungen, da versucht wurde, die Dokumentation der historisch belegten Taten mit einer beispiellosen Visualisierung zu verbinden. Andere würden hier von perversem Voyeurismus sprechen. Der nicht physische Schrecken der Kriegsverbrechen wird nicht greifbar, da der Zuschauer zu den immer nur in kurzen Sequenzen gezeigten Chinesen keine Beziehung aufbauen kann. Doch immerhin enthält der Film einige interessante Dialoge, die das ganze etwas aufwerten.

8

Ich bin mir noch nicht so ganz sicher, ob die, in diesem Streifen, dargestellten Grausamkeiten und Gewaltdarstellungen an Zivilisten wirklich so detailliert haben sein müssen, oder ob sie nicht einfach nur einem selbstreisserischen Zweck dienen. Sicher ist allerdings, das dieses hier einer der härtesten Anti-Kriegsfilme ist, den ich bis jetzt gesehen habe. Absolut schonungslos und kompromisslos. Allerdings nur für Zuschauer mit sehr starken Nerven, denn dies ist die grausamste Seite des Krieges und offenbart hier die Bestie Mensch in all seinen Facetten. Ich musste echt schlucken… 08/10 Punkte

4

Mit diesem Beitrag ist das Thema der Schandtaten der japanischen Besatzer in China während des Zweiten Weltkriegs wohl so ziemlich erschöpft. Der Regisseur versucht an seine klassischen Geschichtsschocker von einst anzuknüpfen, doch BLACK SUN ist mit seinen vielen Erzählungen von Einzelschicksalen zu episodenhaft geraten, um je die Intensität des ersten MEN BEHIND THE SUN zu erreichen. Die grausamsten Details werden auch nur noch angedeutet. Und dennoch bohrt der Film in alten Wunden und erhält überholte Feindbilder am Leben. Das diplomatische Klima zwischen Japan und China ist seit 1945 eh ziemlich frostig, zumal es nie zu einem echten Versuch der Aussöhnung kam und viele Ereignisse einfach schweigend hingenommen wurden. Und pathetische Geschichtsgemetzel wie BLACK SUN tragen nicht gerade zu einem besseren Miteinander bei. 4 von 10.

8

Ebenso wie der thematisch eng verwandte und vom gleichen Regisseur inszenierte "Men Behind the Sun" ist auch "Black Sun - The Nanking Massacre" eine nüchtern aufbereite Anklage gegen die Greueltaten der Japaner während des zweiten Weltkriegs. Ungeschönt zeigt T.F. Mous die grauenvollsten Misshandlungen und führt uns in unfassbaren, aber leider wohl durchaus realistischen Dialogen die menschenverachtende Ideologie der japanischen Befehlshaber vor Augen, für die ihre Opfer nicht mehr als totes Fleisch sind. Ebenso wie bei "Men Behind the Sun" darf man hier nicht den Fehler begehen, den Film als ekelerregende Exploitationware abzustempeln, denn eine reißerische Aufbereitung der brisanten Thematik kann man T.F. Mous wahrlich nicht vorhalten. Fazit: Ein wichtiger Film, der Klartext spricht.

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