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Heute hatte ich nun auch endlich die Gelegenheit, mir das Original von "Dawn of the Dead" anzusehen und ich bin doch etwas enttäuscht. Einerseits war dieser Film in den 70er Jahren wirklich ein Meilenstein im Horrorgenre und für damalige Zeiten so grauenvoll, dass er auf dem Index landete und sogar beschlagnahmt wurde. Allerdings wirkt er im Vergleich zu heutigen Horrorfilmen und gerade im Vergleich zum Remake von 2004 wenig erschreckend und vor allem langatmig. Mir ging beim Ansehen des Films nie aus dem Kopf, wie diese langsamen und dummen Zombies es nur geschafft hatten, ganze Städte auszurotten und sich so zu verbreiten. Diese dumpfen Dinger in den Griff zu bekommen wäre bei einem einigermaßen koordinierten Einsatz von Polizei und Militär ja wohl wirklich nicht schwer gewesen. Die Hauptpersonen und auch sonst alle Menschen im Film bringen sich im Grunde fast immer nur durch eigene Dummheit in Gefahr, aber nicht weil die Zombies so gefährlich sind. Richtig lächerlich sieht aber diese blaue Bemalung der Zombies aus, die einem nun wirklich nicht den geringsten Schrecken einjagt sondern nur ein Lächeln verursacht.

Die Schauspieler agieren ziemlich hölzern und man kann nur wenig mit ihnen mitfiebern. Gut gelungen ist dagegen der Auftritt von Tom Savini, der recht cool rüberkommt, wie später auch im genialen "From Dusk till Dawn", und dem Film etwas Würze verleiht. Auch die Goblin-Musik passt gut zu der Zeit, in der der Film gedreht wurde.

Weil der Film für damalige Verhältnisse revolutionär und krass war und Romero damit eine neue Art von Horrorfilmen geschaffen hat, bekommt er trotz allem noch 6/10 Punkten.

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