Review

Inhalt:

In der chinesischen, mystischen Martial-World. Einer Legende nach taucht am Geburtstag des "Devil King" der ominöse "Bloody Parrot" auf, eine äußerst mysteriöse Erscheinung. Wer dieser begegnet, hat 3 Wünsche offen. Der adelige Guo Fan (Gwan Fung aka Kuan Feng) hat gerade die 13 Schätze seines Herrn, des Prinzen von Dian (Ching Miu) verloren, die er nun nachdem ihm der "Bloody Parrot" erschienen ist, zurückwünscht.

Die Schätze tauchen tatsächlich auf, aber kurz danach kommt Guo Fans Sohn zu Tode. Gepeinigt vom Schmerz darüber, wünscht Guo als zweite Gabe die Wiederauferstehung seines Sohnes. Ungeduldig, versucht Guo bereits den Sarg mit dem Toten darin aufzuhebeln, doch will die Frau des Prinzen von Dian, Prinzessin Hung (Kitty Meng Chui) dies unterbinden, Guos Sohn soll nicht als Zombie wieder erscheinen. Prinzessin Hung tötet zunächst Guo, dann sich selbst. Der Prinz von Dian erleidet daraufhin einen Herzinfarkt und stirbt.

Die 13 Schätze gelten seitdem als verschollen, und in der Martial-World entbrennen eine fieberhafte Suche und heftige Kämpfe. Der ehrenwerte Schwertkämpfer Ye Ting Feng (Jason Pai Piao) macht sich auf, das Geheimnis um den "Bloody Parrot" zu entschlüsseln und die Schätze zu finden. Ye trifft auf den Bruder Guo Fans, doch stirbt dieser bevor Ye etwas herausfinden kann. Dann kommt der Police-Officer Tie Hen (Anthony Lau Wing aka Liu Yung) dazu, dieser und Ye tun sich zusammen und setzen die Suche fort. Und ihnen erscheint tatsächlich der "Bloody Parrot". 

Aber statt Schätzen, erwartet Tie Hen der Tod, er wird vergiftet. Ye Ting Feng führt den Toten in einem Sarg mit sich, um diesen später über die Grenze zu bringen, und Tie Hen in seiner Heimat beisetzen zu lassen. Nun führt der Weg Ye Ting Feng in das "Parrot"-Bordell, in dem die Edel-Hure Xue Nu (Jenny Leung Jan-Lei) arbeitet, eine Frau von sagenhafter Schönheit und einer äußerst aufregenden Figur! Sie soll mit dem Geheimnis um den "Bloody Parrot" in Verbindung stehen. 

Zusammen mit einem weiteren aufgetauchten Police-Officer, Lord Chang Xiao (Ku Kuan-Chung), ermitteln Ye Ting Feng, Xue Nu und deren Freundin Hong Yu (Yeung Jing-Jing) und es kommt zu etlichen Intrigen, Fallen, Überraschungen und Kämpfen.

Schließlich muss es in der Todes-Grotte des "Bloody Parrot" zum Show-Down, zum blutigen Kampf auf Leben oder Tod kommen.

Kritik:

Im Jahre 1981 schuf Regisseur Hua Shan diesen bunt-düsteren, episoden- und sprunghaft angelegten, ziemlich nebulösen und nicht immer spannungsgeladenen WuXia-Geister-Eastern für die Studios der Shaw Brothers, der mir nur bedingt gefiel, und daher die 6 von 10 Punkten in meiner Bewertung nur äußerst knapp und ziemlich wohlwollend erzielen konnte.

"Bloody Parrot" krankt an 2 Dingen: Zum einen dieser titelgebende "Bloody Parrot", eine mysteriöse Erscheinung die einfach zu nebulös daherkommt. Was ist das eigentlich (?) fragt man sich als Betrachter die gesamte Zeit. So ala "Gral" aus "Excalibur"..., ´was ist der Gral?´und das ist dann einfach zu mystisch-verworren. Und dann kommt eine ziemlich hanebüchene Erklärung, mit dann doch etlichen ... -Achtung: Leider Spoiler- ´Wiederauferstehungen´ einiger zuvor im Film ´getöteter´ Figuren die dann mal so eben wieder auftauchen, tja hm.

Das nimmt dem Streifen dann doch etwas an Glaubwürdigkeit für meinen Geschmack, ist selbst für einen thrillerhaften Geister-Eastern etwas zu ..., ja, irreal, sag ich mal. 

Aber "Bloody Parrot" hat auch Stärken, die das wieder etwas rausreißen können, und auf die man sich als Betrachter fokussieren sollte. Die Atmosphäre ist fantastisch, die wieder einmal feinen, luxuriösen und surrealen Studio-Sets der Shaw Brothers, doch eine aufflammende Spannung im geisterhaften Geschehen, rasant-blutige Swordplay-Fightaction und gute Darstellungen, sorgen zusammen mit einem hohen Tempo, das auch mal durchaus geschickt gedrosselt wird, für eine noch insgesamt ganz passable Unterhaltung für den Zuschauer.

Hua Shan gelingt es dann noch, trotz all der wiederauftauchenden "Toten", die nicht immer ausgegorene Geister-Story in einen blutig-spannenden und dramatischen Show-Down in einer nebeldurchwaberten Todes-Höhle münden zu lassen, immerhin.

Jason Pai Piao ist hier der Held, der quasi durch diesen Streifen führt. Ich deutete es ja schon öfters an, Jason Pai Piao, ein etwas unterschätzter Akteur innerhalb des Shaw-Kosmos, ist ein charismatischer und talentierter Darsteller, der einem Eastern seinen Stempel aufzudrücken versteht. Auch hier ist das der Fall, ackert, fightet und wühlt sich JPP durch ein Dickicht von Intrigen, Untoten und Nebelschwaden -auch in der Storyline-. Das ist aller Ehren wert, und JPP ist ein Lichtblick in dieser Shaw-Produktion.

Die Figuren tauchen oft fast unvermittelt auf, wieder unter, sterben und erstehen wieder auf. Das macht ihre Darstellung für den Betrachter etwas problematisch. Aber Anthony Lau Wing (aka Liu Yung) kann so wie Gwan Fung (aka Kuan Feng) und Chan Shen glänzen. Yeung Jing-Jing hat einmal mehr elastisch fightend mit die beste KungFu-Sequenz für sich gebucht, Kitty Meng Chui hat als "Princess Hung" eine dramatische Performance nebst ´Schwert in den eigenen Leib rammen´zu absolvieren, Lam Fei Wong als nervöser Doc der Leichen zerstückelt und Mageninhalte über seinen "OP`-Tisch auskübelt, sie gehören alle zu den zahlreichen illustren Personen im Figuren-Spektrum dieses Geister-WuXia.

Einen ganz speziellen Auftritt hat der ´heimliche Star´ in diesem Streifen, die äußerst attraktive Jenny Leung Jan-Lei. Denn die sorgt für die überraschend breiten Raum einnehmende Erotik in diesem Film. Ihre sagenhafte, äußerst aufregende Figur, schlank, vollbusig und schöner, knackig-praller Po, wird hier minutenlang offen gezeigt. Sie ist oft splitternackt zu sehen, inklusive Vagina, ein offenbar feucht-heißer Liebesschlitz, der den männlichen Betrachter in den Bann zieht und die Fantasie ..., ja äh, "anregt" würde ich mal sagen. Jenny hat die Figur eines "Playboy"-Playmates, eher europäisch also, also eher ungewohnt für eine Chinesin. Ihre erotischen Szenen sind natürlich ein Highlight für die ja eher männlichen Eastern-Fans, ja äh... puh.

Die Fightaction steht nicht unbedingt immer im Zentrum, aber die rasant-dynamischen Schwertkämpfe sind einmal mehr stark choreografiert, manchmal etwas sehr hektisch. Am Ende ist der Bodycount hoch, und der Show-Down ist dramatisch-turbulent und vor allem blutig. So gelingt es Hua Shan dann seinen Streifen doch noch ins Ziel zu führen.

Nicht alles gut, nicht alles schlecht. "Bloody Parrot" verdient sich da noch äußerst knappe, etwas wohlwollende und aufgerundet-zusammengeläpperte 6 von 10 Punkten in meiner Bewertung.  

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