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"War of the living Dead" ist aufgemacht wie ein Kriegsfilm, allerdings kämpfen hier nicht Amerikaner gegen Vietcongs oder ähnliches, sondern die Menschen gegen Untote. Es geht darum das fast die komplette Menschheit von einem Virus heimgesucht wurde, das sie zu Untoten mutieren ließ. Insoweit ist das Ganze ja hinlänglich aus unzähligen anderen Zombiefilmen bekannt. Neu ist das sich die restlichen Überlebenden zu Gruppen zusammengeschlossen haben, die vor den Bestien allerdings nicht davonlaufen sondern es mit ihnen aufnehmen. Die Kinder werden zu ultimativen Kampfmaschinen ausgebildet. Auch die Mädchen werden in diversen Kampftechniken und Schießen geschult. Für einen Zombiefilm legte David A. Prior erstaunlich viel Wert auf Story.

Prior hat einige neue Ideen mitgebracht. So halten sich die Zombies hier beispielsweise Menschen als Sklaven. Der Einfall ist recht orginell, wenn auch nicht sehr gut. Normalerweise sind Untote ja äußerst gefrässig und beißen jeden den sie kriegen können, was ja auch dazu führt das die Menschheit in Zombiefilmen immer innerhalb kürzester Zeit ausgelöscht wird und höchstens eine handvoll oder sogar nur einer, so wie in "I am Legend", überleben. Eigentlich können sich Zombies weder 2 Sekunden zurückhalten auf einen Menschen loszugehen, noch sie als Sklaven zu halten. Die Untoten bei "War of the living Dead" können all dies. Außerdem leben die Zombies hier in Dörfern mit einem Anführer, der gegrunzte Befehle erteilt, sie kommunizieren also. Die Story weist ein paar Logiklöcher auf. Noch dümmer sind jedoch die Erklärungen die uns Prior für diese logischen Ungereimtheiten liefert.

"War of the living Dead" beginnt recht splattrig. Ich habe nicht mitgezählt wie viele Untote hier in den ersten 5 Minuten den Löffel abgeben, aber es sind einige. Prior scheute auch nicht davor zurück Kunstblut einzusetzen, da das Budget aber nicht sonderlich hoch war, was unschwer zu erkennen ist, sind die Effekte nicht das Gelbe vom Ei. Sie sind in etwa auf dem Niveau von "Dawn of the Dead". Romeros Klassiker stammt noch aus den 70ern und für damalige Verhältnisse war das was Tom Savani auf die Beine stellte ganz in Ordnung. Inzwischen ist viel Zeit vergangen und heute ist viel mehr möglich als damals. Die Effekte bei "War of the living Dead" sind nicht mehr zeitgemäß. Wenn man Prior ein ordentliches Budget zu Verfügung gestellt hätte er hier bestimmt ein ansehnliches Gemetzel auf die Leinwand gezaubert, nur leider hat man das nicht.

Somit sind die Effekte nicht nur nicht der Brüller sondern auch nicht besonders zahlreich. Der Schein am Anfang trügt. Eigentlich ist der Bodycount hier gar nicht so hoch und das ist letzendlich auch der Grund warum mich "War of the living Dead" nur teilweise überzeugt hat. Die Effekte mögen nicht erste Sahne sein, wenn sie aber zahlreich gewesen wären, wäre der Film richtig unterhaltsam, denn die meisten der Zombies die hier ins Gras beißen verlieren ihren Kopf.

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