Nach der Zombie-Apokalypse leben die letzten verbliebenen Menschen in provisorischen Camps und erwehren sich den steten Angriffen durch die Untoten. Während einer Patrouille im Wald gelingt es den Soldaten-Brüdern David und Brian einige Frauen aus der Gewalt der Zombies zu befreien und diese anschließend in ihr Lager zu bringen, welches kurz darauf allerdings von einer Überzahl von "Eiterköpfen" aufgemischt wird. Zusammen mit der jungen Star und den anderen Mädchen wird David von den Zombies auf eine alte Farm verschleppt und muss feststellen, dass diese dort Menschen quasi als Vieh halten, um sich ihre eigenen Nahrungsvorräte heranzuzüchten... Neun Jahre nach seinem ziemlich versemmelten Post-Apokalypse-Heuler "Watership Warrior - Überleben ist alles" wollte es David A. Prior wohl nochmal wissen und hat sich mit "War of the Living Dead" munter an den durch "28 Days Later" und das "Dawn of the Dead"-Remake ausgelösten Zombiefilm-Trend angehängt, welcher Mitte der Nullerjahre ja so einige DV-gestützte Semi-Amateurfilmchen auf DVD das Licht der Welt hat erblicken lassen. Okay, innerhalb der Flut derartiger unterfinanzierter (und auch unterbelichteter) Beiträge kann sich der vorliegende Streifen schon behaupten, aber einem George A. Romero, der mit seinem "Land of the Dead" da kurz zuvor nochmal ein absolutes Ausrufezeichen und das definitive Subgenre-Highlight des 21sten Jahrhunderts gesetzt hat, kann man keinesfalls das Wassser reichen. Na ja, aber das erwartet ja auch niemand, oder? Stattdessen wird munter abkopiert, u.a. bei einem "Die Nacht der lebenden Toten", dessen negatives Ende hier witzlos variiert wird. Einen einzigen originellen Einfall hält die Chose dann aber doch tatsächlich parat, denn hier sind es zur Abwechslung halt die Zombies, die die Menschen mehr oder weniger domestizieren. Prior schlägt aus diesem Umkehrschluss von "Zombie 2 - Das letzte Kapitel" jedoch kein erzählerisches Kapital und macht erst recht auch keine tiefgründigen Aussagen über den Zustand der Welt, sondern stürzt sich lieber wie in alten Zeiten auf Szenen mit Geballer und ein paar kurz eingespielte Blut-und-Gekröse-Effekte, die aber zumindest größtenteils noch einen handgemachten Eindruck machen. Alles andere ist dann auch kaum der Rede wert... am allerwenigsten die Darsteller-Nulpen, die ebenso munter drauflos chargieren wie einst Priors Bruder Ted (der hier als Produzent mit an Bord ist und ansonsten leider nur 'nen unkreditierten, kleinen Cameo-Auftritt hat) zu alten Videotheken-Hochzeiten. Und wenn man sich die Freiluft-Sets mit ihren aufgestellten Zelten so betrachtet, überkommt einen da doch die Gewissheit, dass sich seit den frühen Low-Budget-Actionern der 80er und 90er Jahre eh nicht viel geändert hat. Immerhin hat "War of the Living Dead" aber zumindest doch ausgereicht, um Priors filmische Spätphase gebührend einzuleiten, denn da kamen im Anschluss ja tatsächlich noch ein paar weitere Streifen, die sein Œuvre insgesamt ganz adäquat ergänzt haben.
4/10