Review

DER GOLDENE KOMPASS oder Es ist nicht alles Gold, was glänzt!

Der stark effektlastige Fantasyfilm versprüht den mainstreamtauglichen Charme einer beliebigen HARRY POTTER-Episode. Die Tieranimationen zeigen sich qualitativ sehr unterschiedlich. Von "hervorragend" bis "unterdurchschnittlich" reicht die Messlatte bei den Spezialeffekten. Bei den Schauspielern ist es ähnlich. Das Mädel spielt ihren Hauptrollen-Part sehr gut, während Nicole Kidman und Daniel Craig in oberflächlichen Schauspielstandards versinken. Christopher Lee hat auch einen Kurzauftritt von wenigen Sekunden (!). Das erfreuliche Wiedersehen mit Altstar Sam Elliot ist für mich schon das Highlight der Besetzung.
Ohne Zweifel ist die kurzweilige und phantasievolle Geschichte auch für Erwachsene unterhaltsam.
Das 12er-Rating ist völlig akzeptabel, da eine Kämpfe ziemlich brutal ausgefallen sind.

Der einzige Minuspunkt des Films ist für mich zugleich ein Fakt, dass ich im Grunde nur eine halbherzige Empfehlung aussprechen kann.
Das Ende des Streifens ist unbefriedigend offen, da man auf einen Fortsetzungsfilm spekulierte. Diese notwendige Fortsetzung wurde seit 2007 nicht realisiert, da der GOLDENE KOMPASS in den Staaten an der Kinokasse floppte.
So bleibt storytechnisch gesehen von der Geschichte ein hübsches Fragment einer nie produzierten Trilogie übrig.

Unterm Strich kann ich deswegen den Film nur Zuschauern empfehlen, denen es nichts ausmacht, eine halb erzählte Geschichte zu sehen.
Mich hat dies sehr enttäuscht und betrachte dieses abrupte Filmende noch nicht mal mit traurigen Kinderaugen sondern mit den kritischen Augen eines Erwachsenen.
Jetzt wird schon mit "Bruchstücken" in Hollywood Geld gescheffelt.
Schade und Schande!

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