Review

Belmondo kann alles - außer kämpfen… 

The one and only Jean-Paul Belmondo hetzt teils sensationell, teils lächerlich zu Fuß, im Wasser, zu Rad und in der Luft (!) von Frankreich in die zwei größten Städte Brasiliens - einer (etwas nervigen) Geliebten und geheimnisvollen Statuen hinterher…

Als die deutsche Synchro noch Power hatte!

„That Man From Rio“ ist eine ziemlich verrückte und tollkühne europäisch-südamerikanische Stuntshow. Belmondo in Topform rennt wie heute nur Tom Cruise. Brasilien mit Landschaften wie aus dem Lehrbuch und einer bizarren Hauptstadt „Brasilia“ damals noch im Aufbau. Dazu gibt’s Stunts zu Wasser und an Land, zu Luft und auf der Straße, in Hochhaus-Rohbauten und mitten im Dschungel. Das hat von Indiana Jones über Bud & Terrence bis James Bond alle sichtbar inspiriert. Dazu eine der wilderen Kneipenschlägereien, die ich seit langer Zeit gesehen habe. Alles mit mehr als nur einem Augenzwinkern und comichafter Überzeichnung an jeder Ecke. Eine Farce, eine Hatz, ein Chaos, eine Satire. Seiner Zeit voraus. Für manche sicher zu blöd, zu seicht, zu leer und zu weird. Nicht ohne Längen. Ein Kind seiner Zeit. Und teils deutlich chaotisch und schlecht geschnitten. Doch irgendwie schon sehr nah an meinem Herzen gebaut. Erst recht mit der energetischen deutschen Synchro. Und allein wieviele Stunts Belmondo glasklar sichtbar selbst gemacht hat - Chapeau! 

Fazit: teilweise nur einen guten Cutter von einer legendären Stunt- und Action-Sensation entfernt… Trotzdem: Belmondo, Brasilien und Blödeleien sind gut, überdreht und charmant genug! 

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