Ein sehr merkwürdiger Film den uns Alex Chandon hier beschert. Der junge Regisseur dürfte vielen von seinen Undergroundklassikern "Bad Karma" und "Drillbit" bekannt sein, hier wagt er sich nun an ein größeres Projekt, dessen Drehbuch er auch schrieb. Zwar sind zwei Stunden eindeutig zu lang, Chandon weiß aber den Genrefreund einigermassen zu unterhalten, auch wenn der Film nicht wirklich innovativ oder spannend ist. Wie das Salz in der Suppe sind es hier die Splatterszenen, welche in ihrer Machart (immerhin zeichnen sich die F/X-Macher von "Hellraiser" verantwortlich) sehr gut und krude geraten sind. Das versprochene 2 Stunden Gore-Fest ist es zwar nicht, aber wohl dosiert werden uns die Blutpackungen um die Ohren gehauen. Dies tut vor allem Black-Metal-Shouter Dani Filth ("Cradle of Filth"), der in einer Nebenrolle das personifizierte Böse mimt. Logik bleibt aber auf der Strecke, wenn Filth als Racheengel eines satanischen Knackis Leute in den Bann des Bösen bringt. So richtige Zusammenhänge gibt es nicht, die "Episoden" gehen teilweise ineinander über, bis am Ende doch die Fäden zusammenlaufen. Verwirrung kommt trotzdem nicht auf, dafür ist alles etwas zu oberflächlich. Zwar stimmt die Inszenierung, Chandon kann Geschichten erzählen, doch er sollte wissen welche. Optisch interessant, handwerklich solide gemacht, doch inhaltlich nicht wirklich überzeugend. Für Splatterfreaks!