Ex-CIA-Agent Bryan Mills (Liam Neeson) will mehr Zeit mit seiner Tochter Kim (Maggie Grace) verbringen. Daraus wird nichts: Kim und ihre Freundin Amanda werden in Paris von Menschenhändlern entführt. Bryan erfährt, dass er nur 96 Stunden Zeit hat um die Mädchen zu retten, weil sie zu Heroinkonsum gezwungen werden. Danach werden sie als willenlose Prostituierte auf den dunklen Straßen verschachert. Bryan fliegt nach Paris. Wer sich ihm in den Weg stellt, spielt mit seinem Leben.
Anfangs spielt Liam Neeson den Bodyguard für so einen Britney Spears-Verschnitt und rettet diese Sängerin vor einem mit einem Messer bewaffneten Stalker. Man spürt deutlich, dass mit diesem Mann nicht zu spaßen ist und so springt Neeson wie ein wildgeworderner Bulldozer durch alle Settings. Jeder, der sich in den Weg stellt stirbt - durch Waffeneinsatz oder atemberaubende Fight-Szenen. In dem 90minütigem Adrenalin-Kick schimmern ab und zu auch mal die Sorgen des verzweifelten Vaters durch, die Neeson die Charaktertiefe verleihen, die man für solches Werk braucht.
Bemerkenswert ist in meinen Augen die Besetzung des Agenten. Liam Neeson ist ja nicht gerade durch Actionfilme bekannt geworden. Mit Jason Statham hätte der Film durchaus mit Sicherheit noch mehr Spaß gemacht.
Fazit:
Eine Actionperle, die man gesehen haben muss. "96 Hours" ist jedoch definitiv der falsche Titel, denn wenn man mal den Flug nach Paris abzieht, hätten Neeson auch 9,6 Stunden gereicht um hier klar Schiff zu machen. Der Titel ist wohl eher für Steven Seagal ausgelegt worden...
Leider vergebe ich nur 8 Punkte, da der Adrenalin-Kick zwar atemberaubend ist, ich jedoch zu keiner Zeit das Gefühl hatte, dass dem rot sehenden Vater auch nur ansatzweise ein Haar gekrümmt werden wird.
8/10