Aus der Slasher-Grabbelkiste...
...kam so manches kurioses Zeug in die Kinos und Heimvideotheken gewandert und das eine oder andere hatte trotz Budgetbegrenzungen durchaus so seine kleinen Glanzpunkte. Kurzfristig beliebt war auch die Idee, den typischen Maskenmännern und durchgeknallten Hinterwäldlern mal natives Killermaterial entgegen zu stellen und so entstand u.a. "The Ghost Dance".
Zwar fast vergessen, doch so schlimm ist Peter F. Buffas erster (und einziger) Langfilm gar nicht geraten.
Natürlich geht auch hier ein finsterer, schweigsamer Meuchler um, aber diesmal ist es ein Indianer, der passend gleich vom Geiste eines Medizinmannes besessen ist, nachdem man (also weißer man, ahem...) dessen Begräbnisstätte exumiert hat.
Ergo geht es mal nicht um den ersten Sex oder andere Vergehen, sondern um die große amerikanische, respektlose Schuld, wobei Hauptfigur Dr.Kay Foster noch ziemlich behutsam mit den Überresten umgeht. Aber das ist für den gefrusteten Recken natürlich nicht ausschlaggebend, also pfeift er sich mittels eines Rituals den wandernden Geist ein, meuchelt dann schnellstmöglich die meckernde Mutti (das wiederum ist ein bißchen fraglich) und marschiert gen Indianermuseum, wo man sich in dunklen Ecken gut verstecken kann.
Wenn das jetzt nicht zu originell klingt, so ist es doch zumindest nicht exemplarisch dumm, denn überschaubar und solide schließen sich ja nicht unbedingt aus. Die seligen Opfer müssen dann auch entweder per Messerklinge oder per Museumsartefakt dran glauben und daß Buffa seinen "Manitou" gut studiert hat, beweist, daß zum Finale mal eben ein moderner Medizinmann engagiert wird und unsere Heldin auch noch einen halbindianischen Freund hat, der tatkräftig mithilft.
Dennoch ist "The Ghost Dance" de facto relativ unspektakulär: aus den "Kills" hätte man mehr machen können und man hätte auch mehr "Kills" machen können, auch wenn 8-9 Leutchen ins Gras beißen, der Blutfaktor ist akzeptabel, wenn auch nicht zu hoch und die Dialoge sind nicht zu schauerhaft, nur manchmal etwas zu lang. Ordentlich auch Ausstattung und Location, nur etwas spektakulärer hätte der ganze mystische Kram ausfallen dürfen, aber dafür war eben kein großes Geld da und so bewegt sich das alles im soliden Mittelfeld.
Einen ordentlichen Transfer auf eine handelbare Silberscheibe hat der Film bisher noch nicht geschafft, so daß leider nur leicht angeschleierte VHS-Transfers im Netz kursieren (falls man die eigentliche Kassette nicht zufällig besitzt) und die sind allerdings in den Nachtszenen zeitweise so finster wie ein Murmeltierbau von unten, so daß man sich manche Szene zusätzlich ausmalen muß, alles in allem gibt es aber Schlimmeres als diesen "Geistertanz" - wenn auch selbiger im Film nicht vorkommt. (5/10 auf der B-Skala).