Ben Stiller in seiner 3. aber leider auch schlechtesten Komödie
Story:
Derek Zoolander (Ben Stiller) ist ein erfolgreiches Model von Welt. Bei einem Fotoshooting bekommt er aber eine Gehirnwäsche verpasst. Er soll nun einen Präsidenten aus Südostasien töten, der die Kinderarbeit abschaffen will. Das würde enorme finanzielle Probleme in der Modeindustrie geben. Doch eine Enthüllungsjournalistin kommt hinter den teuflischen Plan der Modeindustrie und hilft Derek nun die Hintermänner ausfindig zu machen. Dabei muss er mit seinem Intimfeind Hansel zusammenarbeiten, denn die Zeit bis zum Fotoshooting an dem der Präsident teilnimmt drängt und keiner weiß, wie das Hypnosesignal zum Töten bei Derek ausgelöst wird......
Eine Parodie auf die Modeszene soll der Film sein. Leider ist der Film nicht das, was er werden wollte. Die Story an sich, ist ziemlich „durch“ und besitzt auch ganz nette Locations. Es sind genug durchgeknallte Situationen im Film, aus denen man eine Menge hätte machen können. Leider scheint Ben Stiller aber das Gefühl für die richtigen Witze im richtigen Moment verloren zu haben. Bei „Verrückt nach Mary“ und „Meine Braut, ihr Vater und ich“ waren die Witze viel besser. Was bleibt ist ein ungenutztes, aber gutes Potenzial.
Musik:
Jede Menge Klassiker, Evergreens und Tanzmusik bekommt man in „Zoolander“ zu hören. Allen voran der Song „Relax“. Passt selbstverständlich prima zum Film. Hier wurde gute Arbeit geleistet. Wer aber auf diese etwas älteren Songs nicht steht, wird schreiend aus dem Kino rennen.
Atmosphäre:
Mit hohen Erwartungen ging ich nachdem ich mir den Trailer angesehen habe in Zoolander um hinterher enttäuscht festzustellen, dass das schon die besten Szenen waren. Anfangs beginnt der Film recht fad, mit der Verleihung für den Dressman des Jahres. Da habe ich noch drauf gehofft, das es nach der Hypnose wirklich witzig wird. Nach der Hypnose habe ich dann aufs das Ende gehofft, um dann da auch enttäuscht zu werden. Sicherlich gibt es viele Gags in dem Film, die aber leider gerade mal nur zum Schmunzeln reichen. Stillers Komik setzt eigentlich meistens auf seine Tolpatschigkeit oder sein Talent, in die unmöglichsten Situationen zu geraten. Hier will er aber witzig sein, in dem er Grimassen schneidet und dabei komisch durch die Gegend läuft. Das ist eigentlich ein Gebiet das eher Jim Carrey beherrscht. Ein paar nette Gags hat der Film aber auch zu bieten. So ist zum Beispiel die „2001“- Verarsche am Apple Computer (übelst auffälliges Product-Placement) klasse. Auch die vielen Gastauftritte sind herrlich. Man verbringt viel mehr Zeit damit die Promis zu suchen, als auf die Komödie zu achten. Dabei dominiert eindeutig David Duchovny als Handmodel, das über Verschwörungen plaudert. Das Ende ist dann auch völlig misslungen. Die Idee, das Zoolander mit seinem neuen Look einen Ninjastern aufhält, ist und sah sehr dämlich aus. Was bleibt, ist eine Komödie mit meist lahmen Gags, aber netten Gastauftritten und ein paar guten Einfällen.
Schauspieler:
Ben Stillers Darstellung des Topmodels Derek Zoolander ist zwar ganz witzig, aber leider nicht sein Terrain (siehe oben weiter). Ist zwar löblich und beeindruckend, dass er alle Zügel für den Film in die Hand genommen hat, doch leider verliert er dabei die Kreativität. Eine ordentliche Darstellung des Models mit guten Szenen (fällt aus Bett, zieht sich Unterhose nicht ganz aus). Über den Rest schweige ich hier mal.....
Nett sind wie ebenfalls oben kurz erwähnt, die ganzen Gaststars. Jon Voights Rolle aus im Bergbau arbeitender Vater ist extrem gelungen, genauso wie Duchovnys Parodie auf seine „Akte X“ Rolle. Von diesen Auftritten lebt der Film!
Fazit:
Mittelmäßige Komödie mit viel Leerlauf und wenigen wirklich guten Gags. Einzig die Gastauftritte lassen den Film etwas besser dastehen. Auf keinen Fall so gut, wie nach dem Trailer erhofft. Meine letzte Kinoenttäuschung für das Jahr 2001.