2001 warf die Cat.III-Schmiede gleich zwei Filme auf den Markt, die sich beide mit dem Hello-Kitty-Mord von 1999 befassten: Hier wurde eine Prostituierte nicht nur ermordert, sondern auch noch gequält und erniedrigt, womit sich sowohl "Human Pork Chop"' als auch "There Is a Secret in My Soup" filmisch auseinandersetzen. Soweit ich mich erinnern kann, war der Erstgenannte das weitaus düstere und gradlinigere Werk, wohingegen TIASIMS vor allem die sleazigen Elemente zum Vorschein bringt.
Leider wird hier eine ziemlich platte Story zum überlangen Film aufgebauscht: So wird über etliche Minuten lang nichts anderes als die Misshandlung einer armen Frau zelebriert, was von der Inszenierung etwas arg schlampig über die Bühne ging. Der Zuschauer wird schnell zum empathielosen Voyeur gemacht während die Bekloppten in einer Bruchbude über ihr Opfer herfallen. Das hätte weitaus verstörender sein müssen als es umgesetzt wurde. Was das Zeugs zum echten Sicko hatte, wurde zum simplen Blick durchs Schlüsselloch, bei dem eine mitunter ziemlich plumpe Gruppengewalt gegen Frauen zum Tragen kommt.
Interessanterweise wurde die Vorgeschichte zu dem Vorfall höchst stylish abgefilmt: Während der Folterpart quasi den Schmuddelteil des Filmes ausmacht, gibt es eine überlange, gar nicht unflotte Sexszene in der Autowerkstatt, wodurch TIASIMS zunächst wirkt wie ein prickelnder Erotikthriller anstatt wie derber True Crime Horror. Die Darstellerleistungen reichen vom überzeugend bis grottenschlecht. Der Film hat leider einige Längen, dürfte hartgesottenen Cat.III-Fans dennoch gefallen.
Fazit: Sicher nicht übel und bisweilen auch verstörend, doch irgendwie wäre mehr drin gewesen. Der Genre-Spagat reicht vom Horror über den Softporno bis hin zum Drama. Knappe sechs Punkte dafür.