Review


Inhalt:

China, in den Jahren der bürgerlichen Revolution, anfangs des 20. Jahrhunderts christlicher Zeitrechnung. Noch ist die Revolution nicht abgeschlossen, etliche WarLords und Gangster sind noch zu bekämpfen.

Nach 3 Jahren im Gefängnis, geht der brutale und gnadenlose Gangster Kwan Chi (Shih Chung-Tien aka Shut Chung-Tin), zusammen mit 2 Schergen (u.a. Blacky Ko), wieder nach Canton.
Er ist der Mörder des einstigen Spieler-Königs Ma Ta Hai..., und will an 2 Truhen mit Silber, die der Revolutions-Armee zur Verfügung gestellt werden sollen.
Nur die Frau von Ma Ta Hai, Madame Ma (Lu Bi-Yun), und sein Sohn, der KungFu-Fighter "Canton Kid" Ma Chan Wen (Barry Chan), wissen, wo sich dieser Silber-Schatz befindet.

Kwan Chi unternimmt alles, um an das Silber zu gelangen. Der Casino-Boss Tiow Lee (Hsieh Hsing) kooperiert dabei mit Kwan Chi.
Es kommt zu etlichen Kämpfen..., Ma Chan Wen und dessen Mutter Madame Ma sollen den Aufenthaltsort des Silbers rausrücken, doch die denken gar nicht daran.

An der Seite der beiden steht ein gerissener Spieler, der das Casino aufsucht, und Tiow Lee ein ums andere mal in Verlegenheit bringt: "Dragon".
"Dragon" entpuppt sich als Officer Long (Lung Fei), ein Offizier der Revolutions-Armee, für die das Silber bestimmt ist, und der ein hervorragender KungFu-Kämpfer ist.

Die Gangster entführen die Freundin von Ma Chan Wen, die bildschöne "Jade" (Doris Lung Chun-Erh), deren Vater Wang (Ko Hsiang-Ting) gewaltige Spielschulden bei Boss Tiow Lee hat, doch kann "Jade" alsbald befreit werden.
Als jedoch Madam Ma entführt wird und ein WarLord (Melvin Chang) zudem den Gangstern 2 Killer entsendet, spitzt sich die Lage endgültig zu.

Es kommt zwischen Ma Wan Chen und Officer Long auf der einen Seite, sowie Kwan Chi und allen seinen Schergen auf der anderen, zum alles entscheidenden, blutigen Show-Down. Ein gnadenloser und brutaler Kampf auf Leben oder Tod... ist unausweichlich...!


Fazit:

Im Jahre 1974 schuf Regisseur Yang Ching-Chen diesen einfach strukturierten, strikt-stringent inszenierten, spannenden und vor allem knallharten KungFu-Actioner auf Taiwan.
In zweckmäßiger Kulisse, in vor allem in der zweiten Hälfte erodierten Outdoor-Locations, und somit gediegener Eastern-Atmosphäre, entwickelte die Regie eine interessante und flüssig umgesetzte Geschichte, einen runden und unterhaltsamen KungFu-Film für die eingefleischten Fans des Genres.

Ohne Umschweife taucht Yang Ching-Chen in die Story dieses Films ein, die kohärent und kompakt-konzentriert in Szene gesetzt wird.
Und natürlich durchziehen zahlreiche KungFu-Fights diesen Actioner, schließlich mündet die Story zielgerichtet und konsequent in 20 Minuten-Nonstop-KungFu-Action-Total in erodierter Landschaft..., der Eastern-Fan wird entsprechend bedient und solide unterhalten.

Tja, viel gibt es somit eigentlich nicht über "The Cantonese" zu sagen, einen eisenharten KungFu-Actioner im Fahrwasser der Filme des Genre-Idols Bruce Lee, dessen Stil von Realistik und knallharter Action geprägt war.
So ist das auch hier..., auch wenn Barry Chan nicht ganz der einsame, harte Fighter hier ist, denn Haudegen Lung Fei steht ihm als fast väterlicher Freund und Co-Kämpe zur Seite.

Barry Chan ist der Held, "The Cantonese", die Titelrolle also, die Barry Chan hier bekleidet. Und er ist ein entschlossener Typ, der sich nichts bieten lässt, kein Strahle-Mann, sondern ein knallharter Fighter. Und so verbissen spielt denn Barry Chan die Titelrolle..., er IST "The Cantonese", ´the Canton-Kid´.
Er beherrscht ein starkes KungFu, und die Rolle ist natürlich auch actionlastig.
An seiner Seite Lung Fei, der den fast väterlichen, abgeklärteren Side-Kick des ungestümeren Helden routiniert -und auch mit technisch starkem KungFu versehen- spielt.

Shih Chung-Tien (aka Shut Chung-Tin) ist der Ober-Bösewicht, mit grässlicher Narbe im Gesicht..., der den skrupellos-fiesen Villain hier abgibt.
Das macht dieser Darsteller gekonnt, intensiv arbeitet sich auch dieser erfahrene Eastern-Schauspieler in diese Rolle rein.
Und nicht nur im intensiven Finale sieht man, dass auch Shih Chung-Tien ein gutes KungFu beherrscht.

Wo Lung Fei ist, da ist auch Shan Mao nicht weit, der hier in einer kleinen Nebenrolle natürlich mit dabei ist.
In der weiblichen Rolle hier Doris Lung Chun-Erh, viel gibt ihre Figur nicht her, sie geht in diesem maskulin geprägten, reinrassigen KungFu-Actioner unter, was Wunder.
Aber sie ist eine der attraktivsten Actricen im Eastern-Sektor..., ich würde die hübsche Darstellerin nur dann von der Bettkante schubsen, wäre ich mit Nicole Poturalski liiert.

Der Rest des Ensembles ist drum rumgebaut, und macht seine Sache ordentlich.

Wichtigstes hier..., ist natürlich die kernig-intensive KungFu-Action, und es ist ein knallharter KungFu-Film, was für die Fans des Genres, und hier die Anhänger der an den Filmen Bruce Lee´s orientierten, puristischen Realistik seiner Eastern.
Ein rustikales, reelles KungFu, doch die klassischen Techniken sind erkennbar, die Intensität und die Brutalität in den Fights steigert sich sukzessive mit dem Hass der Protagonisten.
Ein spartanisches Dubbing (Geräuschkulisse), eigentlich ein Manko, doch hier irgendwie passend, das Reelle hier unterstreichend und somit auch nicht so ablenkend-effekthascherisch. Das ging ganz in Ordnung.

Das Finale ist denn mehrminütig Nonstop-KungFu-Action total, und die Dramatik zieht auch entsprechend an.

Viel gibt es zu diesem konzentrierten, leichte Unterhaltung bietenden und knallharten KungFu-Actioner nicht zu sagen. Eingefleischte Eastern-Fans kommen grundsolide auf ihre Kosten.

7/10.


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