Review

Vorsicht, im folgendem Review sind Handlungsspoiler enthalten. Wer nicht von vorneherein über Storyelemente aufgeklärt werden möchte sollte dieses Review nicht lesen!
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Sehr emotionales Drama mit Starbesetzung. Brilliant!

Story:
Max (Elden Henson) ist ein stiller, kräftiger Junge, der etwas zurückgeblieben ist. Er wird dafür genauso verspottet wie Kevin (Kieran Culkin) für seine Kinderkrankheit. Kevin kann sich nur an Krücken bewegen, ist aber äußerst intelligent. Langsam werden die beiden unterschiedlichen Jungen zu Freunden. Kevin gibt Max Nachhilfeunterricht. Wenn Max dann Kevin auf seinen Schultern trägt, fühlen sie sich wie 2 Ritter die die Welt bereisen. So bringen sie einer Frau ihr Portemonnaie zurück, schützen eine andere vor einem aufdringlichen Mann. Doch da kommt Max Vater aus dem Gefängnis zurück. Er brachte damals seine Mutter um. Er kidnappt Max, der bei seinen Eltern wohnt und nimmt ihn mit. Kevin, der sich Sorgen macht folgt ihnen. Mit Hilfe Kevins kann Max sich befreien. Beide erleben so noch ein wunderbares Weihnachtsfest, bevor Max stirbt......
Wow, eine wirklich sorgfältig inszenierter Film mit netten "Ritterrückblicken". Geschickt, wie die Freundschaft der Jungen verwoben wird obwohl sie eigentlich 2 Gegenstücke sind. Ihre heile Welt wird durch Max Vater zerstört. Die ganze Inszenierung lässt kaum Freiraum für lange Weile, da an den richtigen Stellen immer wieder geschickt auf die Tränendrüse gedrückt wird.

Musik:
Im Vordergrund steht kräftige Rittermusik, teils mit Dudelsackklängen. Passend zur Scheinwelt der Jungen in ihrer Ritterwelt. Zwischendurch als Kevin dann zB im Krankenhaus liegt oder stirbt hört man leise Klaviertöne die sehr emotional klingen.

Atmosphäre:
Wer auf emotionale Filme, bei denen man vor Freude und vor Trauer heult steht wird bestens bedient. Man kann als Beobachter mit den beiden Jungs mitfühlen und freut sich für beide. Jedoch weiss man, dass diese Freundschaft nicht ewig hält. Vor allem als Kevin ins Krankenhaus kommt und als er stirbt, wird auf traurige Emotionen gesetzt die ans Herz gehen.

Schauspieler:
Beide Hauptdarsteller überzeugen in ihren Rollen ungemein. Der eine als "dummer Klotz", der andere als "intelligenter Krüppel". Für so junge Darsteller eine ziemlich gute Darstellung. Gut besetzt sind auch die Nebenrollen. Vor allem Sharon Stone ist in ihrer Rolle, als verletzliche Mutter sehr überzeugend. Ehrlich gesagt hätte ich der Glamourfrau so eine emotionelle Rolle nicht zugetraut.
In Nebenrollen sind weiter Harry Dean Stanton und Meat Loaf zu finden. Bekannte Gesichter, die sich jedoch zurückhalten und ihr Können in Nebenrollen zeigen. Vor allem Gillian Anderson ist als Frau Meat Loafs sehenswert. Als heruntergekommene überschminkte Schlampe ist sie kaum wiederzuerkennen und birgt einen gewissen Witz in sich.

Fazit:
Gutes emotionales Drama mit tollen Darstellern und Tränenbonus.

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