In einem texanischen Dorf ist der alte Armee Kumpel JJ von Ryder ( Dolph Lundgren ) verstorben. Es soll ein Unfall gewesen sein. Doch man munkelt, dass der skrupellose Geschäftsmann Reno seine Finger im Spiel hatte. Zeit für Ryder die Sache mal genauer unter die Lupe zu nehmen und den Bösewichtern das Handwerk zu legen....
Dolph Lundgrens Regiearbeit „Missionary Man“ ist ein gelungner Mix aus Oldschool Rache-Action und dem Genre Western in die moderne Zeit versetzt. Der Film ist nicht ganz so gut wie „The Mechanik“ aber dennoch sehr unterhaltsam. Das liegt daran das der Actionanteil etwas weniger ist. Zwar gibt es immer wieder kleinerer Reibereien wo Dolph ordentlich zulangen kann aber diese sind doch recht kurz inszeniert. Dazu ist der Film Optisch ziemlich farblos gehalten, das bedeutet das manche Stellen ziemlich dunkel sind. Was zwar auch recht Cool rüberkommt aber am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig ist.
Aber der Mix aus 80er Action und Western ist absolut gelungen und weiß zu unterhalten. Dolph kommt am Anfang mit seinem Motorrad in die Stadt geritten....ups...gefahren. Trinkt Tequila pur und liest aus der Bibel vor. Er ist kein Freund großer Worte sondern lässt die Fäuste sprechen.
Wie gesagt ist der Actionanteil eher gering. Zusehen bekommt man ein paar Keilereien die nicht unbedingt gut geschnitten sind aber dennoch überzeugen, ein paar Schiessereien und einen harten Showdown in alter Western Manier. So schön wie der inszeniert ist kann der Genrefan nur in die Hände klatschen. Schon erstaunlich was Lundgren aus so einem kleinen Budget alles rausholt.
Die Musik ist sehr ruhig, klingt aber sehr angenehm und passt sich dem Film wunderbar an.Schauspielerisch gibt’s sich Lundgren sehr routiniert, da kann man nicht meckern und kommt körperlich sehr fit daher.
„Missionary Man“ ist ein ordentlicher B-Actioner der über dem durchschnitt liegt aber im Vergleich zu „The Mechanik“ etwas hinterher hängt. Dennoch ist der Film für Dolph Lundgren Fans und Freunde der 80er Action sehr zu empfehlen. Da freut man sich wirklich auf weitere Regiearbeiten des Schweden, der seinen Ruf so mehr als nur aufpoliert.