In dem Film geht es um eine Liebesgeschichte zwischen einem Prof. und seiner Studentin,mit einem Altersunterschied von über 30 Jahren.
Der Film lebt nicht nur durch die beiden grandiosen Darsteller Kingsley/Cruz.Auch die Inszenierung vermittelt die gewünschten Emotionen. Nie aufdringlich,nie kitschig und mit der nötigen Distanz fotographiert Isabel Coixet die Geschichte.
Dabei liegt der Focus auf Kingsley und seiner gespaltenen Figur. Rational versucht seine Figur mit der Affäre/Beziehung umzugehen,bzw tastet sich widerspenstig an das Sujet der Beziehung heran,ohne sich zu getrauen Position zu beziehen.Was letztendlich dann irgendwann zwangsweise zum Eklat kommt.
Durchdacht sind im Drehbuch Verankerungspunkte (z.b. langjährige Geliebte) geschaffen,welche passende Situation schaffen, um Anstöße oder Entwicklungen der Figuren,nicht einfach nur plump zu erzeugen, sondern diese für den Zuschauer realitätsnah nachvollziehbar machen.
Die Personen,welche in Davids Umwelt mithinein bezogen werden,sind keinenfalls leere Hülsen.Einen wichtigen Punkt,stellt sein jahrelanger Freund Dennis Hopper dar und auch der Rest hat seine Daseinsberechtigung.
Intensiv wirkt das Spiel zwischen Kingsley und Cruz. Die Geschichte wird stets vorangetrieben und es gibt keine langweiligen Passagen.Befreit von allem Kitsch verfolgt man gern mit angenehmer Spannung und Dramatik den Verlauf und Ausgang der Geschichte.
Fazit:
Perfekt besetzte Hauptrollen,welche großartig harmonieren.Nicht verflochten durch ein stumpfsinniges Drehbuch,sondern der Situation entsprechend,sinnierend mit Lebensfragen versehen.
Angenehm zurückhaltende Kamera,wie auch die Filmmusik(bemerkt wird sie trotzdem,wenn es darauf ankommt)
Ehrliche,unverblümte Mono- und Dialoge.
Ist in seiner Intensität auf jeden Fall nachhaltig und sollte nach einer gewissen Zeit durchaus nochmal geschaut werden (so änlich wie das Buch nach 10 Jahren- (Filminsider))
7,5 von 10 Punkten