Mit Claudia, Tommy und Karl finden sich drei komplett verschiedene Charaktere im Aufzug eines fast leerstehenden und wie es scheint auch etwas maroden Hauses wieder. Jeder von Ihnen mit dem Ziel etwas zu erledigen, wofür es einen Tag später bereits zu spät sein könnte. Wie es der Zufall so will, wird dieser Aufenthalt in dem inzwischen stecken gebliebenen Aufzug den Lauf der Geschichte eines jeden im wahrsten Sinne des Wortes verändern.
Im Grunde ist die Idee des ganzen sicher nicht schlecht. Wenn drei sich in Eile befindenden Personen sich in der Enge einer Aufzugkabine wiederfinden, führt dies wohl zwangsläufig zu einem „kleinen" Eklat. Die Situation jedes einzelnen und das „was wäre wenn" wird in jedem der drei Fälle in Rückblenden gezeigt. Natürlich ist mal wieder nicht jeder das was er vorgibt zu sein und auch nicht das wonach es zunächst aussieht.
Zwar wird die Spannung im Lauf der Zeit durchaus etwas angehoben, erreicht aber meiner Meinung nach nie einen Punkt welchen man wirklich besonders hervorheben müsste. Irgendwie plätschert dies Geschichte stets so vor sich hin, bevor sie nach ca. 74 Minuten mit einem nicht allzu überraschenden Finale endet.
Zwar können die drei Hauptcharaktere durchaus überzeugen, machen jedoch den Film in seiner im Grunde guten, jedoch etwas oberflächlichen Erzählweise nicht zu mehr als einem durchschnittlichen Thriller. Wer sich jedoch ungern der Angst aussetzen mag in eine derartige Situation, insbesondere mit den Hintergedanken welche die drei Personen quälen, zu geraten - genau der dürfte hierbei wiederum in Sachen Spannung vollkommen auf seine Kosten kommen.
Seine 18er-Freigabe besitzt der Film aufgrund seiner wenigen durchaus blutigen und einer übermäßig provokant gezeigten Darstellung einer Misshandlung durchaus. Aber mit der Brechstange der Gewalt lässt sich leider, zumindest in meinen Augen, auch das Niveau selten heben. In diesem Falle leider schon gar nicht.
Unter´m Strich ist „Blackout" somit ein Film den man sich gut und gerne mal ansehen kann. Wenn auch mit einer zunächst nicht allzu großen Erwartungshaltung, denn wirklich spannend konnte dieser Film zumindest auf mich nicht wirken. Im Endeffekt gehobenes B-Movie-Niveau.