Die Enterprise Crew löst den Kosovokonflikt und muss sich dabei über die oberste Direktive hinwegsetzen.
Story:
Die Son’a, verbündete der Föderation, wollen einen Planeten umwandeln um ihn so für ihre Zwecke nutzen zu können. Ihre Genkrankheit lässt ihnen aber nicht mehr viel Zeit zur Heilung. So wollen sie gegen die Oberste Direktive verstoßen und die dort heimischen Ba’ku umsiedeln. Doch das kann Picard nicht zulassen. Mit einem Teil seiner Crew beamt er auf den Planeten und setzt sich über den direkten Befehl eines Vorgesetzten hinweg. Er will die Zwangsumsiedlung verhindern. Doch die Son’a greifen nun zu härteren Mitteln... So gerät auch die Enterprise in eine Notsituation.....
Im Gegensatz zum Vorgänger „Angriff der Borg“ wird hier wieder auf eine etwas familienfreundlichere Umgebung zurückgegriffen. Mit einer großen Portion Humor wird das wiedersehen mit der Enterprise zelebriert, bevor Picard dann die Aktion der Son’a verurteilt. Die Story lehnt sich ein wenig an den Kosovokonflikt an. Ob das gewollt ist, sei mal dahingestellt. Auf jeden Fall eine interessante Interpretation. Die Dialoge haben in diesem Teil einen ungewöhnlich hohen Humoranteil.
Musik:
Sehr stimmige Musik wird dem Zuschauer serviert, die stark an die Untermalung aus „Der 13. Krieger“ erinnert. Wurde da wohl widerverwendet. Mit Tempo und teils heroischer, teils romantischer Musik gibt sie die Kämpfe, schönen Aussichten und die „Heile Welt“ des Planeten wieder.
Atmosphäre:
In diesem Teil der Kinoreihe kommt der Humor nicht zu kurz. Sei es Worfs Pubertät, Datas falsch interpretierten Sätze oder Rikers abrasierter Bart. Da wird dem Zuschauer doch recht oft ein Schmunzler entfallen. Die Action ist im typischen Star Trek Stil nicht zu hart, aber spannend und technisch einwandfrei geraten. Nur aus Picards Endkampf hätte man ein wenig mehr machen können. Ungewöhnlich hingegen sind die romantischen Augenblicke im Film, wobei man da wohl noch mehr geplant hatte. Picards Kussszenen wurden ja im nachhinein rausgeschnitten. Bei der Wanderung in die Berge wird aber leider ein wenig das Tempo verschleppt und etwas einfallsreichere Angriffe hätten dem Film an der Stelle auch gut getan. Auch die Enterprise kommt in diesem Film in meinen Augen etwas zu kurz. Mir fehlt die Weltraumaction, da dieser Film zum größten Teil auf dem Planeten spielt. Nichts desto trotz werden Star Trek Fans wieder gut unterhalten, auch wenn dieser Film nicht zu den stärksten der Reihe zählt.
Schauspieler:
Tja, was soll man sagen. Die gesamte Crew spielt ihre gewohnte Rolle. Vor allem Trekkies die die Serie kennen werden sich da wohlfühlen. Außergewöhnlich ist nur Picards ausgeprägter romantischer Hang. F. Murray Abraham spielt Ru’afo, den Anführer der Son’a, ist allerdings unter der dicken Latexmaske kaum zu erkennen. Den Bösewicht bringt er aber solide rüber, auch wenn man sich nicht unbedingt vor ihm fürchtet. Sicherlich hat man ihn schon auffälliger spielen sehen, aber für den Part reicht es aus.
Fazit:
Der 9. Teil der Star Trek Reihe überzeugt mit viel Humor und einer netten Anlehnung. Trekkies kommen auf ihre Kosten. Mir kamen aber die Weltraumkämpfe zu kurz. Sicherlich nicht der stärkste Film der Reihe, aber immer noch auf gewohnt hohem Niveau.