Ein Komet aus dem All verbrennt in der Atmosphäre zu einem kiesel-großen Steinchen und donnert in den Wäldern der USA einem Angler genau in die Stirn. Dieser erhebt sich nach kurzer vitaler Abwesenheit wieder und beginnt, Leute zu zerlegen und ihr Hirn zu fressen.
In einer nahe gelegenen Jagdhütte treffen zufällig die verschiedensten Charaktere aufeinander, wie z.B. zwei Sträflinge auf der Flucht, ein notgeiler Pfarrer mit draller Sekretärin und zwei Wanderer-Chicks.
Nach einer kurzen Kennenlernrunde muss sich die Gruppe plötzlich seltsamen, hässlichen Wesen zur Wehr setzen, denen viel dran liegt, den Inhalt ihrer hübschen Köpfchen zu verzehren…
Jaja, das Zombiegenre – es ist einfach nicht tot zu kriegen. All denjenigen, denen die alte Leier mit dem wandelnden Gammelfleisch schon zum Hals raus hängt, kann ich aber getrost versichern, dass es sich hierbei um ein sehr gelungenes Stück Massenware handelt, ja sogar um einen Film, der ein klein bisschen aus dem Einheitsbrei aus Gehirnmatsche und rollenden Köpfen heraus sticht und das ausgemergelte Genre fast ein wenig auf die Schippe nimmt.
Wegen des Titels muss ich aber noch kurz folgende Worte loswerden:
ACHTUNG: DIESER STREIFEN HAT NICHTS MIT DEM SPLATTERKLASSIKER „BRAINDEAD“ AKA „DEAD ALIVE“ VON PETER JACKSON ZU TUN ! ! !
…bis auf Zombies versteht sich. Bei diesem „Brain Dead“ bricht aber bei weitem nicht so die Zombieflut über einen herein, wie sie bei Peter Jackson Aufmarsch hat. Ca. 5 Zombies – mehr wird hier nicht geboten, aber die lassen’s dafür umso deftiger krachen.
Die größte Stärke des Streifens hier nämlich bzw. das, was ihn besonders sehenswert macht: der Splatter – der ist wirklich allererste Sahne, krass überzeichnet und zum drüber lachen und besteht zu fast 100% aus guten, alten Latexschlammschlachten á la „From Dusk Till Dawn“ oder „Evil Dead“, was in Zeiten von CGI als Standard ja schon eine kleine Besonderheit darstellt.
Was hier abgeht, kann sich wahrlich sehen lassen: es werden Köpfe halbiert, Kerle werden in der Mitte auseinander gerissen, auf Gummihirnen wird rum gekaut, Gliedmaßen gehen flöten… Augenschmaus sind aber auch die dickbusigen Darstellerinnen, die nicht mit ihren Reizen geizen.
Bis hierher einwandfrei, Wermutstropfen aber wie so oft: die Story – die läuft nach altbackenem Schema ab und fällt fast schon ein wenig fad aus. Gut, dass die Zombies hier pechschwarzen Schleim kotzen, um sich zu vermehren, und dass die Zombies eigentlich gar keine Zombies, sondern von außerirdischen Parasiten befallene Dorfdeppen sind – klar, ist schon 'ne nette Idee und nicht alltäglich, aber auch nicht wirklich was komplett Neues, siehe „Die Nacht der Creeps“ oder „Slither“.
„Okay du Arschloch! Du willst uns – dann hol uns! Dein Pech, denn ich hab schon das meiste meines Gehirns durch wildes Saufen verloren!“
Story: (+)(+)(-)(-)(-)
Splatter: (+)(+)(+)(+)(-)
Fazit:
Coole Zombiekomödie, die sich selbst nicht allzu ernst nimmt, mit viel Party-Splatter und drallen Ischen. Kein überwältigend guter Streifen, aber schon allein wegen dem geilen Gore auf jeden Fall mal einen Blick wert.